Hefeteig Grundrezept [Wie macht man eigentlich]

Soll ich Euch mal was erzählen? Eigentlich mochte ich Hefeteig nie. Ehrlich. Auch heute haben der Hefeteig und ich ein sehr ambivalentes Verhältnis.
Im Grunde lässt es sich recht leicht zusammenfassen: Ich liebe es ihn herzustellen, ihn zu kneten und zu formen, seine weiche Konsistenz zu fühlen. Ich liebe den Duft von aufgehendem Hefeteig ebenso wie von frisch gebackenem – Aber, und das ist das aber, er schmeckte mir tatsächlich bisher nur manchmal. Ich mag es bis heute nicht, wenn ein Kuchen einen dicken trocknen Hefeteig hat und nur wenig Belag. Oder einen klassischen Gugelhupf – dem kann ich einfach nichts abgewinnen.
Anders schaut es da schon aus wenn der Hefeteig gefüllt ist (wie beim Babka, oder bei Zimtschnecken) oder lecker belegt. Dann mag auch ich ihn gerne, wobei ich auch da gerne noch einen Klecks Sahne dazu nehme.

Früher dachte ich immer, Hefeteig wäre ein Hexenwerk – ist es aber gar nicht! Ja der Hefeteig ist manchmal eine kleine Diva und möchte gut behandelt werden, aber dafür belohnt er einen mit einem wundervollen Duft und einem samtigen Glanz…

Und deswegen habe ich jetzt für Euch mal „mein“ Rezept für einen Basis-Hefeteig aufgeschrieben. So mache ich ihn meistens für alle süßen Gebäcke – ein klein wenig Abwandlung geht natürlich immer…

Zutaten:

  • 500g Weizenmehl 550
  • 200ml Milch
  • 15-20g frische Hefe (Je weniger Hefe desto länger die Gehzeit)
  • 70g Zucker
  • 80g Butter, weich
  • 1 Ei
  • Abrieb von einer Bio-Zitrone
  • eine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Als erstes wärmt ihr die Milch etwas an, sie soll wirklich nur lauwarm sein und keinesfalls heiß. Jetzt gebt ihr einen TL Zucker zur Milch und bröselt die Hefe hinein. Alles gut umrühren damit sich die Hefe auflöst und an einem warmen Ort etwa 30 Minuten stehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit könnt Ihr schon alle anderen Zutaten abwiegen und in Eure Rührschüssel geben.
  3. Als letztes die Hefemilch dazugeben.
  4. Nun muss der Teig geknetet werden. Das geht entweder mit der Küchenmaschine (Knethaken, kleinste Stufe), mit dem Handrührgerät (ebenfalls Knethaken) oder ganz einfach mit den Händen. Wichtig ist, dass am Schluss alles zu einem glatte Teig verarbeitet wurde, der seidig glänzt.
  5. Den Teig lasst Ihr nun einfach in der Schüssel und deckt diese mit etwas Frischhaltefolie ab.
  6. Jetzt darf der Teig gehen. Dazu stellt Ihr die Schüssel an einen warmen Ort ohne Zugluft. Was ganz prima funktioniert, ist wenn ihr die Schüssel in den Backofen stellt und lediglich das Licht anschaltet (in diesem Fall braucht ihr auch keine Frischhaltefolie). Wichtig: Je weniger Hefe ihr benutzt, desto länger braucht der Teig ABER je länger er geht desto aromatischer und besser wird er. Gut Ding will Weile haben und so…
  7. Jetzt wartet Ihr bis sich der Teig im Volumen verdoppelt hat.
  8. Den Teig anschließend herausnehmen und mit etwas Mehl noch einmal verkneten. Er ist jetzt schön weich und geschmeidig. Den Teig zu einer Kugel formen und Voilá fertig ist Euer Hefeteig. Jetzt ist er bereit für die Weiterverarbeitung…

… und deswegen zeige ich Euch morgen wie ihr einen super einfachen und total leckeren Blechkuchen damit machen könnt!

   

 

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