Pulled Pork aus dem Backofen

Jaaaaa, jetzt habe auch ich am Schweinchen gezupft!!!

Es ist wohl unbestritten DER Sommertrend unter den Hobbygrillern und Foodbloggern: Das Pulled Pork (zu deutsch: gezupftes Schwein). Nachdem ich es bei so vielen anderen Foodbloggern gesehen habe musste ich es einfach ausprobieren, und um das gleich vorweg zu nehmen: Es war ein Träumchen!

Burger1

Natürlich habe ich was die Zubereitung angeht erst einmal durch alle möglichen Blogs quergelesen und für das für mich Passende gesucht. Fündig wurde ich was die Würzmischung (das sogenannte Rub) angeht bei Snuggs-Kitchen und Zorras Kochtopf. Beide haben für sich auch die Backofen-Variante gewählt. Da ich gerne die Variante im Burger machen wollte, musste noch ein Brötchen her. Da ich die Befürchtung hatte, mir mein herrliches Fleisch durch ein pappiges Fertig-Burgerbrötchen zu versauen verderben, habe ich mir kurzerhand überlegt auch diese selbst zu backen. Ich habe noch nie vorher ein Brötchen gebacken, deswegen habe ich mich hier genau an die Anleitung von Puhlskitchen gehalten. Die ist super und das Ergebnis war großartig! Es ist definitiv kein Hexenwerk die Burgerbrötchen selbst zu backen. Ein Wort zur Menge: Bei uns hat das eine Kilo für sieben (normale) Burger gereicht und es wurde noch ein Teil eingefroren!

So kommen wir nun zum Rezept und den wichtigsten Hinweis gebe ich gleich zu Beginn: GEDULD!

Zutaten für 1 Kilogramm Schweinenacken:

Würzmischung (Rub)

  • 3 EL brauner Zucker
  • 1 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 EL Paprika de la vera
  • 2 EL Meersalz
  • 1 TL Rosenpaprika
  • 1 TL Tellicherry Pfeffer
  • 1 TL Piment (Nelkenpfeffer)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Senf, mittelscharf
  • 500 ml Apfelsaft
  • 500 ml Wasser

Begonnen wird am Abend vorher. Der Schweinenacken wird gesäubert und getrocknet. Nun als erstes den Knoblauch fein hacken und in den Senf rühren. In einem anderen Schälchen jetzt die trockene Würzmischung anrühren und am besten auf einen flachen Teller geben. Wer sich nicht vollkommen einsauen (hihi) will, dem empfehle ich zum Marinieren Einmalhandschuhe zu tragen. Los geht’s: Zuerst den Senf auf dem kompletten Fleisch verteilen und einreiben dann das Fleisch mit allen Seiten in die Würzmischung legen und alles gut einmassieren. Das fertig marinierte Stück in einen (oder sicherheitshalber zwei) Gefrierbeutel packen und über Nacht in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 120°C Ober-, Unterhitze vorheizen. Nun das Fleisch aus dem Gefrierbeutel nehmen und in eine Auflaufform (oder einen Bräter) legen. Den Apfelsaft mit dem Wasser vermischen und ungefähr 400 ml des Gemischs mit in die Auflaufform schütten. Den Rest in der Nähe des Backofens stehen lassen. Hier sei gesagt, dass die Menge der Flüssigkeit sehr von der Größe der Form abhängt, wer eine große Form hat sollte mehr Flüssigkeit benutzen. Zu guter Letzt das Bratthermometer in das Fleisch stecken.

So sieht das ganze dann aus:

Pork2

 

Nun geht es ab in den Ofen! Und wie ich vorhin sagte: Geduld! Es kann gut sein, dass sich die Temperatur des Fleischs mal für eine Stunde oder so überhaupt nicht verändert. Trotzdem den Ofen nicht höher drehen sondern einfach abwarten. Ungefähr einmal pro Stunde habe ich das Fleisch mit der Flüssigkeit eingepinselt und hin und wieder noch etwas von der Apfelsaft-Wassermischung nachgegossen. Wenn dann das Fleisch eine Kerntemperatur von 90°C erreicht hat (das kann schon 6-7 Stunden dauern), den Ofen ausmachen, das Fleisch herausnehmen und in Alufolie einwickeln. Nun einfach in den ausgeschalteten Ofen legen und dort eine Stunde ruhen lassen. Die Flüssigkeit aus der Form in einen Topf gießen und beiseite stellen. Nach einer Stunde das Fleisch auspacken und jetzt darf endlich gezupft werden!!! Einfach mit zwei Gabeln das Stück zerzupfen und die Stücke in den Topf zur Sauce geben.

Jetzt einfach noch mal vorsichtig erwärmen und ggf. abschmecken falls einem die Sauce zu säuerlich, scharf etc. ist.

Burger2

Wir haben es als Burger gegessen, zusammen mit Salat, Tomaten, etwas Mayonnaise und rohen Zwiebeln. Ein Traum. Wie bereits erwähnt, habe ich die Burger Buns exakt nach der Anleitung von puhlskitchen gemacht. Den Link findet Ihr oben!

Ich wünsche Euch viel Geduld und Vergnügen bei der Zubereitung. Glaubt mir, es lohnt sich!

Guten Appetit!!!

Jeanette

2 Kommentare

  1. Ich liebe zerpflücktes Schwein. Und die Geduld muss man einfach aufbringen, hilft alles nix. Nimmt man es zu früh raus, ist es halb zerfallener Schweinebraten 🙁
    LG, Sabo

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