Pasta Bolognese

Ab heute gibt es das gefühlt 2348509. Rezept für Bolognese in diesem Internet. Whoohoo!

Aber es ist mein absolutes Lieblingsessen und deswegen MUSS es einfach aufs Blog.

Gleichzeitig ist dies mein Beitrag für das wunderbare Dauerevent von Steph aus dem Kuriositätenladen “Rettet den Sonntagsbraten”.
Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!

Ich hatte ja Anfang des Jahres angekündigt, dass es hier künftig mehr vegetarische Gerichte geben wird, denn das Thema bewusster Fleischkonsum liegt mir besonders am Herzen. Ich esse für mein Leben gerne Fleisch und könnte auch niemals komplett darauf verzichten. Aber ich bin auch Tierfreund! Deswegen ist der Kompromiss für mich: Weniger Fleisch, dafür besseres. Entweder direkt vom Bauern oder vom Bio-Hof! Glaubt mir, ein Burger oder ein Schweinefilet schmeckt einfach viel besser, wenn man weiß, dass das Schwein oder die Kuh vorher ein artgerechtes Leben hatte.

Ich wohne “auf dem Land”, somit ist für mich der Weg zum Bauern gar kein Problem. In meiner näheren Umgebung gibt es mehrere “klassische” Bauernhöfe und einen Bio-Hof nach Demeter Richtlinien. Letzteres möchte ich Euch heute kurz vorstellen, auch wenn ich auf diesen erst vor wenigen Monaten aufmerksam geworden bin. Ich habe nämlich auch den Eindruck, dass viele Leute (mich eingeschlossen) die Bezugsquellen ihrer Region gar nicht richtig kennen. Ein nützlicher Link hierzu ist die Verbraucherzentrale des jeweiligen Bundeslandes.

Da wir wie gesagt sehr ländlich wohnen, ist für uns die Bio-Zertifizierung jetzt nicht das non-plus-ultra, da ich mir bei den normalen Bauernhöfen auch die Tiere auf der Weide anschauen kann und sehen kann, wie sie gehalten werden. Nichts desto trotz habe ich nach einiger Recherche auch einen Bio-Hof in der Umgebung gefunden. Der Eichwaldhof ist seit 1961 ein Demeter-zertifizierter Hof. Hier wird nicht wöchentlich geschlachtet, sondern es gibt nur wenige Schlachttermine im Jahr. Das Fleisch wird deswegen tiefgekühlt verkauft. Die Termine lassen sich über die Homepage erfahren. Der Vorteil des TK-Fleischs ist natürlich auch, dass man  sich nicht jedes mal beim Einkaufen einen Umweg machen muss, sondern sich selbst einen Vorrat anlegen kann.

Das Event von Stephanie finde ich ganz großartig, und ihr solltet unbedingt mal bei ihr auf dem Blog vorbeischauen. Dort findet ihr nämlich schon das erste Monats Round-up und je nachdem wo ihr lebt, könnt ihr vielleicht eine neue Bezugsquelle auftun! Wie ich bereits sagte, für mich ist das Thema eine Herzensangelegenheit und ich würde mir einfach wünschen, dass sich noch mehr Menschen für Fleisch aus artgerechter Haltung entscheiden.

So, und nun gibt’s was zu essen…

Meine Bolognese stellt absolut keinen Anspruch auf Authentizität oder Originalität, aber wir lieben sie. Meistens koche ich eine größere Menge und friere den Rest der fertigen Soße für die nächste Lasagne ein. Das erspart einem nämlich dann eine Menge Arbeit. Und, ganz wichtig: Bei Bolognese gilt: Je länger sie kocht, desto mmmhhhmmmm….

Bolo_4

Zutaten:

  • 500 g Hackfleisch (Rind oder Kalb)
  • 3 große Möhren
  • 2 große Stangen Staudensellerie (oder eine halbe Knolle)
  • 2 Zwiebeln
  • 800g Dosentomaten stückig
  • 1 EL Tomatenmark
  • 3 Zehen Knoblauch
  • Pfeffer, Salz, Paprika (edelsüß), Rosenpaprika, eine Prise Zucker
  • Oregano
  • 2 Lorbeerblätter
  • Optional: Ein Schuss guter Rotwein

Zubereitung:

  1. Das Gemüse waschen und gleichmäßig würfeln. Ich persönlich bevorzuge Staudensellerie, aber Knollensellerie geht genauso (Auf dem Foto ist sie auch mit Knollensellerie gekocht).
  2. Die Zwiebel in Öl glasig dünsten und das Tomatenmark kurz mit anrösten. Das Hackfleisch zugeben und gleichmäßig anbraten (bitte nicht braten bis das Hackfleisch krümmelig und trocken ist.).
  3. Die Gemüsewürfel und den Knoblauch dazu geben und kurz mitrösten.
  4. Wer mag, kann das ganze jetzt mit einem Schuss Rotwein ablöschen, ist aber absolut kein Muss. Die Dosentomaten hinein schütten. Ungefähr 150 ml Wasser auffüllen.
  5. Alles gut durchrühren und mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zucker würzen. Die beiden Lorbeerblätter und das Oregano in die Soße geben, den Herd runterschalten und auf kleiner Flamme köcheln lassen.
  6. Wie bereits erwähnt, je länger die Bolognese so vor sich hinköchelt, desto leckerer wird sie. Man kann sie aber natürlich auch direkt essen.

Bolo_5

Buon appetito!

Jeanette

1 Kommentar

  1. Aaaah, Bolognese ist eindeutig ein großartiger Sonntagsbraten und wenn sie dann noch so lecker aussieht wie Deine, steh ich mit meinem Teller in der ersten Reihe! 😀

    Ich hab mir gerade mal die Seite des Eichenhofs angeschaut, das ist eine ganz tolle Bezugsquelle – ich danke Dir für den tollen Beitrag!

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