Honig-Zitronen-Huhn

Mein zweiter Beitrag für Stephanies großartiges Event “Rettet den Sonntagsbraten

Dass das Thema bewusster Fleischgenuss mir besonders am Herzen liegt wisst Ihr ja bereits. Ich hatte ja hier auch bereits einiges zu meiner eigenen Motivation geschrieben. Besonders schwierig gestaltet sich das Thema aber wenn es um Hühner geht. Lange hatte ich das Gefühl, dass es bei Geflügel noch schwieriger ist als bei Schwein oder Rind, Tiere aus artgerechter Haltung zu bekommen. Und gerade hier ist der Unterschied riesig. Und das meine ich jetzt nicht nur preislich gesprochen… Besonders aufgefallen ist mir das kürzlich, als ich im Supermarkt vor der Fleischtheke stand und den Größenunterschied zwischen einer Bio-Hühnerbrust und einer konventionellen Hühnerbrust gesehen habe. Auch Struktur und Geschmack des Fleisches unterschieden sich deutlich. Die Informationen, die man auf Nachfrage bei den Metzgerein bekommt sind meist nur spärlich.

Rettet den Sonntagsbraten - denn weniger ist besser!

Also habe ich mich auf die Suche begeben und kam so auf das Hofgut Oberfeld in Darmstadt. Ich wusste zwar bereits davon, aber ich hatte es nur in Verbindung mit Milchproduktion und hausgemachten Molkereiprodukten in Erinnerung. Ich wusste nicht, das man dort auch Fleisch und Geflügel kaufen kann. Es gibt zum einen Fleisch aus eigener biologischer Haltung (Zu festen Terminen) aber auch Fleisch-und Wurstwaren vom Bauckhof. Dieses Fleisch ist vakuumiert und somit kann man es auch prima einfrieren. Im Hofladen bekommt man neben den hervorragenden Fleisch- und Wurstwaren (hier gibt es manchmal sogar Pastrami!!) auch Molkereiprodukte aus eigener Herstellung und wunderbares Holzofenbrot. Außerdem findet man ein großes Sortiment an Bio-Produkten, wie man es aus anderen Bio-Läden kennt. Ein Besuch lohnt sich!

Was ist jetzt das besondere am Geflügel?

Wie bereits erwähnt kommt ein Teil des Fleisches vom Bauckhof, dort werden die Tiere nicht nur nach Demeter-Richtlinien (Haltung mit Frischluft- und Tageslichtzugang, Bio-Futter, langsameres gesünderes Wachstum usw.) gehalten, sondern der Hof unterstützt auch die Bruderhahn-Iniative. Diese setzt sich gegen das Töten von männlichen Küken ein und fördert deren Aufzucht. Man investiert quasi mit dem Kauf des Fleisches noch zusätzlich in die Rettung eines anderen Kükens. Die grausame Praxis des sog. “Küken-schredderns” ist in Hessen zwar glücklicherweise verboten, aber in anderen Bundesländern gängige Praxis. Ja, ich finde auch darüber sollte man sich Gedanken machen, wenn man Geflügel oder Eier isst. Weitere Informationen zu den Richtlinien von Demeter findet Ihr hier.

So. Soviel dazu. Wir haben uns dieses Mal für Hähnchenkeulen entschieden und diese im Backofen als herrliches Honig-Zitronen-Huhn gemacht.

Honig-Zitronen-Huhn_1

Zutaten:

  • 2 Hähnchenkeulen
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen confierten Knoblauch
  • 1 EL Honig
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer (am besten weißer Pfeffer)
  • Einige Stiele frischer Thymian

Zubereitung:

  1. Die Hähnchenkeulen waschen und trocken tupfen. Die Zitrone heiß abwaschen, etwas von der Schale abreiben und beiseite stellen. Zwiebel, Zitrone und Knoblauch in grobe Stücke schneiden.
  2. Für die Marinade Öl und Honig vermengen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die abgeriebene Zitronenschale dazugeben.
  3. Alles in eine ofenfeste Form geben und das Hähnchen mit der Marinade bepinseln. Die Thymianzweige dazulegen.
  4. Im vorgeheizten Backofen bei 180° für ca. 50 Minuten backen (Backzeit abhängig von der Größe der Keulen). Wer mag kann auch etwas mehr Marinade anrühren und dann nach ca. der Hälfte der Backzeit ein zweites Mal bepinseln. Saftig bleibt das Hühnchen allemal.

Honig-Zitronen-Huhn_2

Honig-Zitronen-Huhn_3

So, und nun wünsche ich Euch viel Spaß mit Eurem Sonntagsbraten. Erzählt mir gerne davon :)

Alles Liebe,

Jeanette

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