Marmorkuchen

Habe ich Euch schon mal von meinem ersten Kuchen erzählt? Nein? Dann wird es aber Zeit…
Da das Backen für mich früher ein Buch mit sieben Siegeln war, hatte ich mir irgendwann ein Idiotensicheres (haha, dachte ich) Rezept für einen einfachen Rührkuchen zugelegt, den ich bei Bedarf immer mitbringen konnte. Ihr wisst schon, in der Schule damals zum Geburtstag usw. Das Rezept war wirklich denkbar simpel, es war ungefähr so: 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Zucker, Ein Paket Butter, 1 Päckchen Backpulver usw… Idiotensicher, sagte ich ja. Damit kam ich immer bestens über die Runden (Irgendwann kam dann noch ein zweites Rezept für Apfeldatschi dazu, auch das werde ich hier noch vorstellen). Das Rezept lies sich perfekt auf Schoko- Marmor oder Schokinokuchen anwenden. Wer jetzt aber denkt, “Super, was soll da schiefgehen” dem kann ich erzählen: Verschiedenes!
Die schönste Geschichte ereignete sich irgendwann mal, am Vorabend von “wasauchimmerderAnlassfürdenKuchenwar”. Der Kuchen war im Ofen und fast fertig. Ich hole ihn raus und stelle die Backform zum Auskühlen hin. So, jetzt muss der Kuchen aus der Form… Elegant wie immer wollte ich den Kuchen einfach aus der Kastenform gleiten lassen und ihn auf das Kuchengitter setzen. Tollpatschig wie ich nun mal bin, machte es plumps und der frisch gebackenen Kuchen fiel aus der Form und zerbrach in mehrere Teile. Buhuhu… Aber für so einen Fall gibt es ja Gott sei Dank MAMA!! Kein Mensch kann besser verunglückte Kuchen und Torten retten als meine Mama – Das war übrigens bei weitem nicht der einzige Rettungseinsatz. Das Ende vom Lied war, dass wir den Kuchen mit jeder Menge Aprikosengelee wieder zusammengeflickt haben und ihn dann mit Schokolade überzogen und mit Smarties (?) verziert haben. Alle lobten den Kuchen für das leckere Gelee innendrin… kch kch kch…
Rettungsregel Nr. 1 bei Mama: “Komm wir machen nachher noch Kuvertüre drüber”…

Mittlerweile habe ich das Rezept für den Rührkuchen “etwas” angepasst und heraus kommt zum Beispiel ein super fluffiger und köstlicher Marmorkuchen. Der geht auch einfach immer… Dieser Kuchen war auch der erste, den ich damals gebacken habe als ich mir meine KitchenAid-Küchenmaschine gekauft habe, Zeit also, dass er hier mal verewigt wird.

Marmorkuchen_1

Zutaten:

  • 200 g weiche Butter 
  • 170 g Zucker
  • 1 TL Vanille-Extrakt
  • 4 Eier
  • 250 g Mehl
  • 50g Speisestärke
  • 2 Tl Backpulver
  • 120 ml Milch
  • 2 EL Backkakao + 1EL Zucker (Wenn ihr normales Kakaopulver nehmt braucht ihr keinen extra Zucker

Zubereitung:

  1. Die Butter mit dem Zucker aufschlagen und ein Ei nach dem anderen zugeben. Dabei jedes Ei eine Minuten einrühren. Vanille-Extrakt zugeben.
  2. In einer weiteren Schüssel Mehl, Stärke und Backpulver mischen.
  3. Die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch zugeben und unterrühren.
  4. Eine beliebige Form einfetten und bereitstellen. Jetzt ungefähr die Hälfte des Teiges hineingießen.
  5. Den Backkakao (und ggf. den Zucker) in den restlichen Teig geben und untermischen.
  6. Den Schokoteig ebenfalls in die Form geben und mit einer Gabel beide Teige vermischen.
  7. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C für ca. 45-50 Minuten backen.

Marmorkuchen_1

Und nun backt Euch was Schönes,

Jeanette

2 Kommentare

  • Der sieht ja richtig klasse aus. Werde heute Nachmittag das Rezept einmal ausprobieren. Hoffe meiner gelingt mir auch so gut, wie deiner aussieht :-)

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