Vollkorntoastbrot mit Emmer-Mehl [Wir retten was zu retten ist]

Kaum habe ich wieder eine richtige Küche, wird auch wieder Brot gebacken…

Dieses Mal für einen Rettungseinsatz, denn diesen Monat werden von uns Brot und Brötchen gerettet! Natürlich wollen wir nun nicht alle missionieren nur noch selber zu backen (das wäre ja auch völlig utopisch), aber wir zeigen Euch diesen Monat wie easy man selbst seine Brötchen fürs Wochenende oder eine Beilage für die Grillparty backen kann. Was mich angeht, so ist Brot backen (egal ob Brötchen, Brot oder Baguette) für mich etwas sehr ursprüngliches und entspannendes. Brot gehört in unserer Kultur zu den absoluten Grundnahrungsmitteln, und wenn man das selbst herstellen kann – nur aus ein paar Grundzutaten – ist das schon ein ziemlich cooles Gefühl.
Die Links findet Ihr wie immer am Ende vom Beitrag. Schau unbedingt mal bei den anderen vorbei, die Rezepte klingen alle großartig…

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Von meiner Toastbrotliebe habe ich Euch ja schon mal erzählt und Ihr könnt hier auch ein Buttermilch-Toastbrot und ein Vollkorntoast mit Sonnenblumenkernen finden. Heute gibt es wieder ein Vollkorntoast, aber dieses mal mit Emmer-Vollkornmehl. Emmer ist eine Urform des Weizens und eine der ältesten kultivierten Getreidearten. Laut Wikipedia lässt sie sich auf 3000 Jahre v. Chr. zurückverfolgen und galt in der Antike als “Weizen von Rom”. Wer mehr wissen will, findet hier den ganzen Artikel.

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Zutaten:

Vorteig:

  • 130 g Weizenmehl Type 550
  • 85 g Wasser
  • 1,5 g frische Backhefe

Anmerkung: Weil mich einige danach gefragt haben, ich benutze zum Messen der Kleinstmengen diese Löffelwaage

Hauptteig: 

  • 250 g Emmer-Vollkornmehl
  • 70 g Weizenmehl Type 550
  • 7 g frische Backhefe
  • 9 g Salz
  • 190 g lauwarmes Wasser
  • 80 g Butter, weich
  • gesamter Vorteig (siehe oben)

Wenn der Teig zu fest ist, schluckweise Wasser nachschütten.

Zubereitung:

  1. Für den Vorteig: Alle Zutaten mischen und gut kneten und eine Stunde abgedeckt bei Raumtemperatur stehen lassen. Anschliessend für 12 bis maximal 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Bevor es weitergeht sollte der Teig wieder Raumtemperatur annehmen, also nehmt ihn ca. eine Stunde früher aus dem Kühlschrank.
  2. Hauptteig: Hefe in 190 g lauwarmen Wasser auflösen. Alle Zutaten vermischen und von der Küchenmaschine für ca. 5 Minuten auf niedrigster Stufe kneten lassen. Nun den Teig zugedeckt bei Raumtemperatur 60 Minuten gehen lassen.
  3. Anschließend den Teig zunächst zu einem gleichmäßig langem Teigstrang formen (Mehl zur Hilfe nehmen) und danach in 4 gleich große Teile schneiden. Jedes Teigstück in Wasser tauchen und quer in die mit Backpapier ausgelegte oder gefettete Form legen. Bei Raumtemperatur 60 Minuten gehen lassen. Wenn es bei Euch eher kühl ist, dann könnt Ihr die Form auch in den Ofen bei eingeschaltetem Licht stellen. Der Teig wird dann wunderschön aufgehen. Für Fragen zu diesem Verfahren: Hier findet Ihr eine Anleitung.
  4. Backofen auf 230°C Ober-Unterhitze vorheizen, Toastbrot einschießen und Temperatur sofort auf 200°C herunterschalten. 30 min backen bei 200°C, Brot aus der Form nehmen und 10-15 Minuten fertig backen und auf einem Gitter ganz auskühlen lassen bevor ihr es anschneidet. Wenn das Brot zu dunkel wird, einfach mit Alufolie abdecken, das habe ich nach ungefähr 20 Minuten gemacht.

Hier geht es zum Rest der Truppe:

Paprika meets Kardamom – Naan aus der Pfanne
Brittas Kochbuch – Fast no-knead Sauerteigbrot aus dem Topf
Magentratzerl – Pletzl
Giftigeblonde – Bierbrot
Summsis Hobbyküche – Baguette
Was du nicht kennst… – No Knead Bread
Dynamite Cakes – Focaccia mit roten Zwiebeln
brotbackliebeundmehr – Karottenbrot mit Kürbiskernen
Kochen mit Herzchen – Niederrheinischer Butterstuten
Anna Antonia – Pain au Chocolat
Sakriköstlich – Mittelalterliches Bauernbrot
Prostmahlzeit – Hanfbrot
Unser Meating – 3-Minuten- Vielfaltbrot
Food for Angels and Devils – (ein)genetztes Brot
LanisLeckerEcke – Kartoffelbreibrot mit Möhrenraspel aus dem Topf
Feinschmeckerle.de – Kieler Semmeln
Das Mädel vom Land – Kammutbrot
Küchenliebelei – Ciabatta und daraus: Cheese-Steak-Sandwich
Auchwas – Croissants mit Urdinkelmehl
Meins! Mit Liebe selbstgemacht – Pide
Obers trifft Sahne – Walnuss-Bier-Brot
German Abendbrot – Toastbrot
Fliederbaum – Dinkel-Erdmandel-Brot
Genial lecker – Dinkelbrötchen mit Buttermilch

Lasst es Euch schmecken,

Jeanette

29 Kommentare

  1. Schmeckt Emmer denn so viel anders als Mehl aus modernen Züchtungen? Und ich glaube, ich mache mich mal auf die Suche nach dem Mehl und backe das nach 🙂

    • Ich finde es schmeckt ein bisschen kräftiger aber nicht viel anders. Der Vorteil ist eher, dass es nicht so arg behandelt ist wie der moderne “Hochleistungsweizen”. Bekommen kannst du das Mehl z.B. bei dm in der Bio-Abteilung 🙂
      Lg

  2. Emmermehl, habe ich schon gehört, aber noch nie selbst verarbeitet, ist es geschmacklich anders als Weizen?

    Dein Toastbrot sieht jedenfalls meisterlich aus, ich kaufe hin und wieder welches, wenn die große Tochter gschwind Toast machen will, ein- oder zweimal habe ich selber gebacken,..

    lg. Sina

    • Danke Sina,
      ich finde es ist etwas kräftiger und etwas anders insgesamt, aber nicht sehr… Der Vorteil ist eher, dass es nicht so arg behandelt ist wie der moderne „Hochleistungsweizen“.
      Lg Jeanette

  3. Toastbrot habe ich bisher noch nicht gebacken. Kann man das Brot in Scheiben schneiden und einfrieren? Dann könnte ich immer mal auf die Schnelle “Calzone für Arme” machen.

    Und noch eine Frage: Was für eine Waage hast Du, um so kleine Mengen, wie bei der Hefe abzumessen?

  4. Ich finde es auch so super, dass man aus wenigen Grundzutaten teilweise blitzschnell was leckeres gezaubert bekommt. Mehl, Hefe und Salz habe ich immer im Haus. Und wie oft hat mir das schon den – sorry – Hintern gerettet, weil Sonntag morgen mein Freund ankam und meinte “Ich hab Hunger und wir haben nix im Haus”. Dann schnell ein Brot angesetzt und der Tag ist gerettet 🙂

    PS: Mit Toastbrot stehe ich ja ein wenig auf Kriegsfuß, meine Familie isst da fast nur die gekaufte Version *seufz*

  5. Der Toast sieht toll aus! Ich habe schon dunkles Brot mit Emmer gebacken, deinen Toast werde ich mal probieren! Danke fürs Rezept!

    Liebe Grüße
    Valesa

  6. Danke für den Link zum Emmer-Artikel. Ich hab neulich noch an das alte Getreide gedacht und war gar nicht mehr sicher, was das genau war… Ein schönes, kerniges Toastbrot!

  7. Tolle Backwaren hast du hier, Respekt 🙂

    Ich frage mich aber, wie messe ich 1,5 g frische Hefe ab….?
    Das ist sowas von wenig, da streikt meine Waage leider.
    Stimmt die Menge wirklich?

    Ansonsten ganz liebe Grüße von Sophie

  8. Irgendwie trau ich mich nicht wirklich an Toastbrot ran und habe es daher noch nie selber gebacken. Deine Anleitung scheint mir aber so gut erklärt, dass ich es wohl wagen werde. Danke!

    • Ich habe es durch ein Synchronbacken mit Zorra und Sandra gelernt, es ist wirklich total easy 🙂

  9. Mit Emmer backe ich auch recht gerne, noch mehr seitdem ich auf der Alb Felder gesehen habe, Emmer-Felder. Toastbrot finde ich sonst eher langweilig, aber mit dem Emmer schmeckt das sicher toll!

  10. Oh es sieht sehr gut aus. Das wäre jetzt genau das richtige für mein Frühstück. Finde toll, dass Du mit Emmermehl arbeitest. Verhält es sich so wie Weizen in Bezug auf die Flüssigkeit oder muss ich hier mehr nehmen, ähnlich wie beim Dinkel.

    • Danke,
      ein klein wenig mehr Wasser habe ich benötigt aber nicht viel. Alleine deswegen weil es ein Vollkornmehl ist.

  11. Toll sieht das Brot aus und wunderbar mit Emmermehl, das mag ich auch sehr, habe aber bisher noch kein Toastbrot daraus gebacken, dass wird Zeit. Sehr schönes Rezept, danke.
    Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
    Ingrid

  12. Ui, das ist ja spannend, ich hatte zuvor noch nie von Emmer-Mehl gehört. Da werde ich auf jeden Fall noch einmal mehr zu lesen, so ursprüngliche Zutaten finde ich immer ganz besonders toll.
    Dein Toast sieht auf jeden Fall super aus!
    Liebe Grüße!

  13. Ich habe tatsächlich noch eine Packung Emmermehl rumstehen, die bisher noch nicht benutzt wurde… Dein schöner Toast wäre eine prima Gelegenheit dazu 🙂

  14. Ich habe schon ewig vor, endlich mal ein Toastbrot selbst zu backen. Deines sieht so gut aus und mit dem Emmer, klingt (und schmeckt sicher) wirklich toll.

  15. Bisher habe ich noch nie von Emmermehl gehört und war schon ganz gespannt auf dein Rezept. Tatsächlich esse ich sehr oft Toastbrot zum Frühstück und da war ich ehrlich gespannt auf dein Brot. Sieht super aus, das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

    Liebe Grüße, Tanja

  16. Ein gutes Toastbrot ist was feines. Das hier klingt lecker und mit Emmer habe ich noch nie gebacken 😉
    LG
    Karin von Food for Angels and Devils

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