Christstollen [Wir retten was zu retten ist]

Das letzte Mal in diesem Jahr ist die Rettungstruppe unterwegs…

Nicht nur Plätzchen gehören auf die weihnachtliche Kaffeetafel, sondern auch ein schöner Kuchen mit feinen Aromen und Gewürzen. Bei mir zum Beispiel ist der Christstollen in der Vorweihnachtszeit nicht wegzudenken…

Sina und Susi haben diesen Montag zum großen “Weihnachtskuchen”-retten ausgerufen, denn weder brauchen wir Backmischungen (die sowieso nur Mehl gemischt mit Backpulver für 3,50€ sind…) noch fertige verpackte Kuchen aus dem Supermarkt. Nachdem ich letztes Jahr um diese Zeit einen Stollen mit Marzipan und Cranberries gebacken hatte steuere ich dieses Mal einen klassischen Christstollen bei. So richtig mit Rosinen und Korinthen (Ich höre einige schon ganz laut iiihhhh schreien, haha). Ich lieeebe den Duft von köstlichem Stollen… das Geheimnis ist aber tatsächlich die Reifezeit. Nach zwei bis drei Wochen Reifung ist der Stollen schön aromatisch und herrlich mürbe.

Ganz typisch für Stollen ist auch bei mir dieses Jahr wieder das passiert, was immer passiert: im Ofen ist der Gute völlig breit auseinander gelaufen und sah dann irgendwie aus wie ein Floß… Aber gut, schmecken wird er trotzdem. Ein Foto vom Anschnitt kann ich Euch heute natürlich noch nicht zeigen, da er noch in der Reife liegt, aber ich reiche das nach. Versprochen!

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Mein Rezept stammt aus dem Buch “Weihnachten – das Goldene von GU” aus dem Verlag Gräfe & Unzer.

Zutaten für einen Stollen:

Für die Früchtemischung:

  • 125 g Rosinen
  • 50 g Korinthen
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 25 g Orangeat
  • 25 g Zitronat
  • 35 ml Rum (braun)

Für den Hefeteig:

  • 125 ml Milch
  • 75 g Zucker
  • 20 g frische Hefe (Im Original sind es 42 g, also ein Würfel, das ist mir aber viel zu viel)
  • 500 g Mehl Weizen 550
  • eine Prise Salz
  • 200 g weiche Butter
  • 1 Ei M
  • 1 TL abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • Das Mark einer Vanilleschote

Außerdem:

  • 125 g Butter zum Bestreichen
  • 75 g Puderzucker

Zubereitung: 

  1. Am Vorabend alle Zutaten für die Früchtemischung vermengen und in einer geschlossenen Dose über Nacht marinieren lassen.
  2. Am Backtag die Milch leicht erwärmen und die Hefe sowie 1 TL Zucker darin auflösen. 15 Minuten stehen lassen.
  3. Mehl, Zucker und Salz mischen. Die Butter in Flöckchen hinzugeben, ebenso das Ei, Zitronenschale und Vanille.
  4. Die Hefemilch zum Teig geben und alles auf kleiner Stufe kneten lassen.
  5. Die Früchtemischung vorsichtig unterkneten lassen.
  6. Die Teigschüssel mit Frischhaltefolie abdecken und den Teig für zwei Stunden gehen lassen.
  7. Nun den Teig mit etwas Mehl kneten und zu einem Laib formen. Mit einem Nudelholz leicht andrücken damit er seine typische Form erhält. Noch einmal abdecken und für weitere 30 Minuten gehen lassen. In dieser Zeit den backofen auf 180°C Ober-Unterhitze vorheizen.
  8. Den Stollen für 45-60 Minuten backen.
  9. Kurz vor Ende der Backzeit die Butter schmelzen. Den Stollen aus dem Ofen holen und die zerlassene Butter darauf verteilen. Großzügig mit dem Puderzucker bestreuen.
  10. Auf einem Rost vollständig auskühlen lassen und anschließend in Alufolie einpacken und zwei Woche an einem kühlen Ort reifen lassen.

Und hier geht es zu den anderen Rettern:

giftigeblonde – Schokoladenkuchen mit inneren Werten
Obers trifft Sahne – Beschwipster Früchtekuchen
Prostmahlzeit – Stollen für Ungeduldige
Anna Antonia- Sterntaler-Zupfkuchen
German Abendbrot – Weihnachtlicher Pistazienkuchen mit Kardamom
brotbackliebeundmehr – Weihnachtliche Walnuss-Linzertorte mit Cranberry-Füllung
Unser Meating: Lebkuchencupcakes mit Vanillekipferlfrosting
Summsis Hobbyküche – Gewürzkuchen mit Walnüssen
auchwas: Baumkuchen mit Gewürzglasur
Aus Meinem Kochtopf – Weihnachtliche Spekulatius-Orangentorte
Friederike Fliederbaum – pfeffriges Honiggewürzbrot
our food creations – Glühweinkuchen
Schönes + Leben – Fruchtiger Weihnachtskuchen mit Marzipan
Brotwein – Früchtebrot
Dynamite Cakes – Schneeflockentorte mit zimtigen Apfelmus
Barbaras Spielwiese – Linzertorte
The Apricot Lady – Panettone
Vergissmeinnicht – Zimtsternkuchen

 

13 Kommentare

  1. Genau das richtige Rezept für meinen Mann. Wobei er bestimmt keine 2 Wochen warten könnte, bis er den Stollen probieren darf… ;-)

    LG Andrea

  2. Ein feiner Stollen und ein gutes Rezept! Der sieht doch gut aus. Ich muss schreiben die Form von meinen Stollen wird auch immer anders und trotzdem er ist und bleibt der “Weihnachtliche Kuchen”.
    Liebe Grüße und noch eine schöne Adventszeit
    Ingrid

  3. Ein Stollen! Wie schön! Ich hatte in den letzten Jahren immer das Glück, dass ein lieber Kollege echten Vogtländer Stollen gemacht hat. Davon eine Scheibe hatte ungefähr so viele Kalorien wie Weihnachtsgans, Klöße, Rotkohl und Sauce zusammen! Aber egal. Dieses Jahr ist der Kollege leider verstorben und ich denke bei Stollen immer an ihn. Vielleicht kann ich mich nächstes Jahr überwinden, selbst einen zu backen…

  4. Liebe Jeanette,
    und zack! hab ich wieder einen tollen neuen Blog kennengelernt – Deinen. Als Newcomerin durch die Rettungsposts zu klicken, ist sehr, sehr cool. Respekt für Deine Wahl: Ich hab mich ja an Stollen noch nie rangetraut. Wenn ich das so sehe, isses auf jeden fall einen Versuch wert!
    Herzliche Grüße aus Leipzig
    Anja

  5. Jedes Jahr nehme ich mir vor, einen Stollen zu backen. Einmal hab ich es erst hingekriegt… meine Oma ist da zum Glück besser in der Planung und so genieße ich auch dieses Jahr wieder ihren Prachtstollen :)
    Lg, Miriam

  6. Das kenne ich nur zu gut, dass der Stollen so toll aufgeht, aber immer in die Breite! Das ist aber nicht wichtig. Einzig der Geschmack zählt. Und das klingt bei dir so, als wäre der wirklich großartig.

  7. Mir laufen manche Brotsachen auseinander, und ich kann nicht sagen an was es liegt, mach ich doch meist dasselbe Rezept gg..manchmal passts und manchmal nicht.

    Es geht aber um die inneren Werter, auch beim Stollen sind die wichtiger :-))

    Liebe Grüße und eine besinnliche restliche Adventzeit
    Sina

  8. Ein echter Christstollen! Ja, super, den braucht es echt. Ich habe ehrlich gesagt noch nie welchen selber gemacht… Toll, dass Du einen gebacken hast und ich bin auch gespannt auf den Anschnitt!

    Ich kenne das von einer Freundin, dass sie sich auch mal bitter beklagt hat, dass ihrer ein wenig auseinander lief. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch, und einige Bäcker aus der Region liefern auch recht schmale Scheiben, das ist also weit verbreitet.

    So wie er aussieht, gefällt er mir.

  9. Ein richtig schöner klassischer Stollen. Meine laufen übrigens auch immer breit. Na und! Schmecken müssen sie. Bei uns wird erst am 1.Feiertag der Stollen angeschnitten.

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