Hessische Apfelweintorte

Wie ich Euch am Sonntag versprochen habe, gibt es heute den zweiten Beitrag zu den Herbstwochen, und ich habe ja bereits verraten, dass ich etwas gebacken habe: eine hessische Apfelweintorte!

Habt Ihr gestern auch dieses köstliche Schweinefilet auf Rahmwirsing bei Janina im kleinen Kulinarium gesehen? Nein? Dann solltet Ihr das dringend nachholen. Für alle Anderen gibt es jetzt Kuchen!

Ich habe diese Torte schon recht häufig gegessen und auch gebacken, aber eine kleine Anekdote muss ich Euch unbedingt dazu erzählen:

Als ich damals nach Ende meines Bachelor-Studiums meine Abschluss-Arbeit zum drucken und binden gebracht habe wurde mir dort gesagt, dass es ungefähr eine halbe Stunde dauern wird. Und was macht frau am besten wenn sie eine halbe Stunde Zeit überbrücken muss? Richtig! Sie sucht sich das nächste Café! In meinem Fall war es das Café Bormuth auf dem Marktplatz in Darmstadt (Orstkundige werden es kennen). Dort wollte ich mir eigentlich nur einen Latte Macchiato bestellen aber dann bin ich, wie so oft, an der Kuchenauslage hängengeblieben… Also gab es noch ein Stück Apfelweintorte dazu. Und da saß ich nun: Die Arbeit der letzten acht Wochen war getan, das Studium war so gut wie beendet (eine mündliche Prüfung zu meiner Arbeit war noch zu absolvieren), es konnte nichts mehr geändert werden und ich saß einfach da, konnte tief durchatmen und hatte meinen Kuchen. Es war einer der besten Momente. Dieses Gefühl, einfach fertig zu sein – unbezahlbar! Dieses kleine “Ritual” habe ich dann zwei Jahre später wiederholt, als meine Master-Arbeit beim Druck lag. Hach…

Jetzt aber zum Wesentlichen: Kuchen!

Und hier jetzt die komplette Liste unserer Herbstwochen, eine tolle Mischung ist zusammen gekommen:

Mo, 16.10. Kleines Kulinarium – Apfel-Schmand-Kuchen mit buttrigem Mürbeteig
Di, 17.10. Cuisine Violette  – Bandnudeln mit Pfifferlingen und Bratwurstbällchen
Mi, 18.10. Gaumenpoesie – Ofengebackener Blumenkohl mit würzigen Zitronen-Butterbrösel
Do, 19.10. Lecker macht Laune – Kürbisbrot
Fr, 20.10. Schlemmerkatze – Wildentenravioli mit Maronischaum
Sa, 21.10. Was du nicht kennst – Herbstlicher Nudelsalat mit Birnen
So, 22.10. Eine Prise Lecker – Feine Kartoffelsuppe mit Baconchips
Mo, 23.10. Kleines Kulinarium – Saftiges Schweinefilet auf Rahmwirsing
Di, 24.10. HIER
Mi, 25.10. Gaumenpoesie – Vermicelles
Do, 26.10. Lecker macht Laune – Süßkartoffel-Pilz-Brötchen
Fr. 27.10. Schlemmerkatze – Kartoffelfladen mit Speck
Sa, 28.10. Was Du nicht kennst – Kürbiseintopf
So, 29.10. Eine Prise lecker – Birnenkuchen mit Zimt 

Zutaten für eine 26cm Springform:

Für den Mürbeteig:

  • 280 g Dinkelmehl 630 (oder Weizen 550)
  • 140 g kalte Butter
  • 60 g Zucker
  • 1 Ei

Für die Füllung:

  • 1 kg säuerliche Äpfel
  • 500 ml Apfelwein
  • 3 EL Rohrohrzucker
  • 1 Pkch. Vanille Zucker
  • Eine Prise Zimt
  • 2 Pkch. Vanillepuddingpulver

Für das Topping:

  • 300 g Sahne
  • 1/2 Pkch. Vanillezucker
  • 1 Pkch. Sahnesteif
  • Kakaopulver

Zubereitung:

  1. Die Äpfel schälen und klein schneiden. 500 ml Apfelsaft abmessen. Den Backofen auf 160°C vorheizen.
  2. Aus den angegebenen Zutaten einen Mürbeteig zubereiten und diesen kühl stellen.
  3. Ungefähr 50 ml vom Apfelwein in ein extra Glas geben und das Puddingpulver darin auflösen (Damit es später keine Klümpchen gibt).
  4. Die Äpfel mit dem Apfelwein, Zucker und Zimt in einen Topf geben und aufkochen lassen. Wenn es kocht das aufgelöste Puddingpulver zugeben, alles vom Herd nehmen und gut rühren.
  5. Die Springform einfetten und mit dem Teig auslegen. Die Apfelmasse einfüllen.
  6. Im vorgeheizten Backofen für ca. 45 Minuten backen und komplett auskühlen lassen. (Ich mache das meistens über Nacht)
  7. Die Sahne steif schlagen und auf dem Kuchen verteilen. Mit Kakao bestäuben.

So, und morgen geht es bei Sarah auf Gaumenpoesie weiter, und sie serviert uns Vermicelles <3

6 Kommentare

  1. Liebe Jeanette,

    Dein Kuchen sieht einfach traumhaft aus und erinnert mich sehr an den Apfekuchen meiner Oma, von dem ich dir ja bereits erzählt habe. Dein Kuchen wird auf alle Fälle in den nächsten Tagen nachgebacken und ich hoffe er wird nur annähernd so schön wie der auf den Fotos! <3

    Ganz liebe Grüsse,
    Sarah

    • Danke für deine lieben Worte! Das freut mich ganz besonders, dass er dich an den Kuchen deiner Oma erinnert. <3
      Liebe Grüße
      Jeanette

  2. Also, bis vor kurzem hab ich von dieser Torte noch nie was gehört gehabt. Und jetzt seh ich sie auf Blogs, in Zeitschriften, im Netz generell. Und sie sieht ja sowas von gut aus! Generell mag ich Kuchen die einen Boden aus Mürbteig haben und dann mit etwas fluffigem/weichen gefüllt sind total gerne. Und dann auch noch mit Apfel? Perfekt würd ich mal behaupten. Super 🙂

    Deine Bilder sind übrigens sehr hübsch geworden!

    Viele Grüße
    Jasmin

    • Das ist ja witzig 🙂 Es gibt auch Varianten, die normalen Weißwein nehmen, aber wir Hessen bevorzugen natürlich “Äppelwoi”.
      Vielen Dank für dein Lob <3
      Lg Jeanette

  3. Liebe Jeanette,

    Deine Apfel-Wein-Torte sieht einfach unglaublich lecker aus! Ich finde solche “Rituale” toll 🙂 mein Mann und ich haben uns früher (in unserem alten Leben ohne Kind) jeden Freitag Kuchen bei einem ortsansässigen Bäcker geholt, jeweils ein großes Stück verdrückt und danach ein Nachmittagsschläfchen gehalten. Hach, waren das noch Zeiten 🙂
    Ich schicke dir ganz viele liebe Grüße

    Janina

  4. Liebe Jeanette,

    wo bleibt mein Stück? Ich wohne doch auch in Hessen und ich dachte, es sei selbstverständlich, dass du mir per Eilexpress ein großes Stück zukommen lässt? 😉

    Die Torte sieht ganz toll aus!

    Liebe Grüße, Cat

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