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Meine zehn liebsten Rezepte

Ja, also das ist jetzt gar nicht so einfach…
Was ist denn eigentlich Euer Lieblingsessen? Ich werde das ziemlich häufig gefragt. Offenbar ist es eine sich aufdrängende Frage wenn man Leuten erzählt, dass man gerne kocht.

Aber der Reihe nach…
Steph vom Kuriositätenladen erzählte uns neulich, dass eine Leserin sie gefragt hat, was eigentlich ihr liebstes Rezept im Blog ist. Wer Stephs Rezeptarchiv kennt, wird verstehen, dass das man das nicht so einfach beantworten kann. Gnihihi. Die Frage hat sie dann auch an uns weitergegeben und fragte, ob wir denn nicht mal alle unsere zehn liebsten Rezepte raussuchen wollen, so als kleines Best-of quasi.

Nun ist das aber alles gar nicht so einfach, denn es ist ja so, dass man mit sehr vielen Gerichten etwas verbindet – zumindest geht es mir so. Essen ist bei mir auch mit einer emotionalen Komponente verbunden. In ein schönes Menü zu einem besonderen Anlass lege ich viel Herzblut. Mit einem Gericht aus meiner Kindheit verbinde ich schöne Erinnerungen, vor allem an geliebte Menschen. Ein traditionelles Gericht aus meiner Heimat für Besucher zu kochen erfüllt mich mit Freude und Stolz. Essen ist einfach so viel mehr noch als “Nahrungsaufnahme”. Dementsprechend sind auch viele meiner Beiträge mehr als nur eine “Zubereitungsanleitung”. Deswegen ist meine Liste auch eine Mischung aus Lieblingsessen, Erinnerung und Bedeutsamen. Ich hoffe Ihr habt Freude daran.

Nicht nur ich habe mir Gedanken um meine liebsten Beiträge gemacht sondern wir sind eine ganz muntere Truppe:

Hier kommen meine Top 10:

An den Anfang gehören meine beiden “Lieblingsgerichte”: Am liebsten hätte ich den ersten Platz doppelt besetzt, aber eines muss ja zuerst genannt werden… Deswegen kommt jetzt zu allererst, und das wird vermutlich immer mein absolutes Lieblingsessen sein, natürlich die Pasta Bolognese. Stundenlang gekocht und zumeist am zweiten Tag NOCH köstlicher als am Ersten. (Ich kann Euch auch verraten, dass es hierzu in Kürze einen neuen Beitrag geben wird…). Praktisch direkt hintendran, also so ganz ganz eng dran, liegen die Königsberger Klopse, eines unserer Familiengerichte, überbracht von meiner Ur-Oma aus Ostpreußen. Und ja, beides sind Gerichte aus Hackfleisch. Hackfleisch geht einfach immer. IMMER!

 

Auch das nächste ist etwas, dass ich mit meiner Kindheit und vor allem mit meiner Oma verbinde: Linseneintopf! Für mich am liebsten schön mit Würstchen drin, geht aber auch ohne. Wenn man das Dörrfleisch weglässt ist er sogar vegan. Der Linseneintopf (wir haben als Kinder schon immer Linsensuppe gesagt) erinnert mich heute noch an den Geschmack von damals. Wie wir als Kinder auf der Eckbank in der Küche gesessen haben und zusammen mit Oma Suppe gegessen haben. Danach gab es immer für jeden eine Portion “Blättereis”. Damit ist das klassische Viennetta-Eis gemeint, kennt Ihr das? Das hatte Oma immer für uns im Eisfach und war der klassische Nachtisch für uns Kinder!

Ja, ich esse gerne Fleisch. Ja, ein großer Teil meiner liebsten Gerichte beinhaltet Fleisch. Trotzdem essen wir eingentlich nur am Wochenende Fleisch und unter der Woche meist vegetarisch (Ausnahmen bestätigen die Regel). Außerdem kaufen wir unser Fleisch entweder bei Alnatura oder bei einem kleinen Bauernhof hier im Nachbarort. Das ist zwar kein Bio-Hof, aber ich kann die Kühe, Schweine und Hühner anschauen, und mich selbst vergewissern wie sie gehalten werden. Bewusster Fleischkonsum ist mir sehr wichtig und das ist mein Weg, mit dem ich mich wohlfühle.

Aber natürlich soll auch die Abteilung Veggie hier nicht zu kurz kommen. Definitiv eines meiner liebsten vegetarischen Gerichte ist aber gar nicht auf dem Blog, weil es so simpel ist: Gegrillter Schafskäse. Da könnte ich mich reinlegen… Und das nächste ist sind Hausgemachte Semmelknödel, vorzugsweise mit einer schönen Schwammerlsauce. Und wisst ihr was ich an den Semmelknödeln am liebsten mag? Wenn man sie am nächsten Tag in Scheiben schneidet und in ein wenig Butter anbrät… nomnomnom.

Semmelknödel

Wie ich ja oben erzählt habe soll es hier nicht nur um Gerichte gehen, die ich als “mein Lieblingsessen” bezeichne, sondern auch um meine liebsten Beiträge.
Wie ihr alle wisst, bin ich ein großer Weihnachtsfan. Ich steh’ einfach auf das Klimmbimm, die Stimmung, Weihnachtslieder und natürlich nicht zuletzt: das gute Essen. Ein schönes Weihnachtsessen ist für mich ein ganz zentraler Punkt am Weihnachtsfest. Keine Frage also, dass die Zubereitung einer Festtagspute unbedingt in diese Liste gehört. Die ganzen letzten Jahre war das unser traditionelles Gericht für den ersten Feiertag. Dieses Jahr wird zur Abwechslung mal etwas anderes geben – was steht aber noch nicht fest, vermutlich aber auch eine Art Braten.

Festtagspute aus dem Backofen

Für mich als Hessin gehört natürlich unser “Landesgericht” unbedingt in die Liste der liebsten Beiträge: die grie Soß’ (Frankfurter grüne Sauce).
Natürlich ist es auch hier wie bei den meisten traditionellen Gerichten, und es gibt ungefähr so viele Rezepturen, wie es Haushalte in Frankfurt gibt. Deswegen stelle ich Euch hier unser Familienrezept vor. Mein Stiefpapa (seines Zeichens echter Frankfurter und Historiker) hat es mir verraten und seither bereiten wir sie häufig gemeinsam zu. Gegessen wird sie bei uns traditionell an Ostern (häufig am Gründonnerstag) zusammen mit Tafelspitz und Pellkartoffeln. Sie schmeckt aber auch hervorragend einfach zu Kartoffeln und gekochten Eiern oder zum sogenannten “Frankfurter Schnitzel”.

Meine Lieblings-Oma hat früher zu jedem Geburtstag in der Familie ihren Nusskranz gemacht (Oder, wie es die Familie nennt: De Omma ihr Nusshörnsche). Naja, technisch gesehen war es das Nusshörnchen aus dem Dr. Oetker Backbuch, aber egal. Es ist ein total einfacher Kuchen und kann natürlich mit dem was heute teilweise aufgefahren wird optisch nicht mithalten, aber er schmeckt einfach immer gut, und hält sich sogar ein paar Tage. Meine Tante und ich pflegen diese Tradition bis heute und backen noch immer zum Geburtstag einen Nusskranz. So ist Oma irgendwie immer mit dabei <3

Wie wohl bei den meisten, sind es bei mir auch vor allem Rezepte und Beiträge, die etwas mit Gerichten aus meiner Kindheit zu tun haben. Gutes Essen verbinden wir häufig mit Besuchen bei der Oma – vor allem weil es bei der Oma immer viiieeeel besser schmeckt als zu Hause. Deswegen gehört auch der Kartoffelsalat von meiner “Nenn-Omi” mit auf diese Liste. Ich mache ihn selbst regelmäßig im Sommer zum Grillen, zum Fisch oder auch ganz klassisch an Heiligabend. Bei uns gibt es nämlich wirklich an Heiligabend ganz klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen. Das ist in meinen Augen eine wirklich schöne Tradition und wie ihr wisst liebe ich Traditionen. Mein Kartoffelsalat ist übrigens von Haus aus vegan ;)

Wisst Ihr was der ganz ursprüngliche Anstoß für einen Foodblog von mir war? Also nachdem ich schon eine Weile so über alles mögliche gebloggt habe? Cupcakes! Als der Trend damals gerade erst bei uns anfing waren Cupcakes das was mich tatsächlich zum Backen brachte. Ich habe schon länger gerne gekocht, aber Backen war für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Irgendwie haben mich diese süßen kleinen Törtchen sehr begeistert. Ich hatte schon kurz vorher den Entschluss gefasst meinen einfachen Blog zuzumachen und nur noch übers Essen zu schreiben, und da kam mir die Idee mich auf Cupcakes zu spezialisieren. Nunja, daraus ist dann am Ende (zum Glück) nix geworden aber ich finde Cupcakes immer noch klasse und deswegen gehört ein Cupcake-Rezept unbedingt mit dazu. Entschieden habe ich mich für die Red Velvet Cupcakes, weil sie ein echter Klassiker unter den Cupcakes sind und einfach köstlich!

Das letzte Rezept ist eines, dass ich mal für ein Blogevent gemacht habe: Ein echtes Raclette wie man es auf der Berghütte bekommt. So ganz ohne dieses ganze Chichi was man oft zu Hause auf dem heimischen Raclette-Grill macht. Das ganz Entscheidende an diesem Gericht ist aber, dass man es vorzugsweise auf der Terasse einer Grindelwalder Berghütte isst (das Beste gibt es entweder auf “Schreckfeld” oder im Berghaus “Männlichen”), mit Blick auf die umliegenden 4000er und im strahlenden Sonnenschein nach einem Vormittag auf der Piste… Hach ja…

So, das waren sie. Meine zehn liebsten Blogbeiträge aus 3,5 Jahren Cuisine Violette <3

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