Knoblauchconfit

Ja nun, wie fange ich heute an? Ich habe den Eindruck, Einwecken ist gerade wieder schwer im Kommen, schon seit letztem Jahr. Witzig eigentlich, wenn man bedenkt…

dass all das was unsere Großeltern getan haben und unsere Eltern froh waren, dass sie es nicht mehr machen müssen, wir jetzt wieder anfangen! Wisst Ihr was ich meine? Dieser “Back-to-Basic” Trend zieht sich gerade durch viele Bereiche und gerade junge Menschen fangen wieder an, vieles selbst zu machen. Brot backen gehört ja auch dazu. Ich finde das großartig.

Bei uns zu Hause wurde immer viel Marmelade gekocht, tonnenweise. Weil wir immer einiges an Obst im Garten hatten. Aber richtig eingeweckt wurde bei uns nie. Letztes Jahr habe ich ja angefangen und schon einmal Pfirsich-Sirup eingekocht (Der übrigens im Winter ganz hervorragend zu Waffeln geschmeckt hat… nomnomnom), und dieses Jahr wollte ich mich dann an Würziges wagen. Ich werde hier jetzt auch nicht den großen Einweck-Marathon starten, da ich für sowas einfach auch nicht genug Platz habe (Ihr wisst ja, kleines Dachgeschoss).

Eine Sache wollte ich aber unbedingt machen: confierten Knoblauch. Ich liebe Knoblauch! Und bei Stephanie im Kleinen Kuriositätenladen habe ich letztes Jahr schon das Rezept dafür gefunden. Und jetzt habe ich es selbst versucht. Im Originalrezept verwendet Stephanie Rapsöl, weswegen es bei ihr schön gelb wird, ich hingegen mag den Geruch von erhitztem Rapsöl nicht so besonders und war unsicher wie das später im Knoblauch wirkt. Deswegen habe ich geschmacksneutrales Sonnenblumenöl verwendet.

Einen Einkochautomaten habe ich (noch) nicht, weswegen ich den Knoblauch im Backofen eingekocht habe. Eine Anleitung folgt gleich.

Knoblauch_einzeln

Zutaten:

  • Knoblauch (vorzugsweise Lautrec Rose)
  • Pflanzenöl (Sonnenblumen-, oder Rapsöl)

Zubereitung:

  1. Zunächst einmal die einzelnen Zehen aus den Knollen herauslösen.
  2. Nun einen Topf Wasser zum kochen bringen und die einzelnen Zehen für ca. 30-60 Sekunden blachieren, anschließend kurz mit eiskaltem Wasser abschrecken. Nun lassen sich die Zehen super einfach schälen. Den Stielansatz kann man auch gleich entfernen.
  3. Die Zehen in einen Topf geben und mit dem Öl bedecken. Währenddessen die sauberen (!) Gläser auf ein Backblech stellen, die Deckel daneben legen und für ca. 15 Minuten bei 150°C im Backofen sterilisieren.
  4. Auf ungefähr 80-85°C erhitzen und für ca. 30-40 Minuten confieren. Der Knoblauch sollte leicht bräunlich sein und schon etwas weich. Anschließend in Gläser abfüllen, mit Öl bedecken und fest verschließen.
  5. Extratipp: Übrig gebliebenes Öl nicht wegschütten sondern aufbewahren: Prima Knoblauchöl!

Zum Einwecken:

  1. Den Backofen auf 180° Ober- Unterhitze vorheizen. Die verschlossenen Gläser in die Fettpfanne stellen und ca. 2 cm mit Wasser füllen. Auf der unteren Schiene einhängen und für ca. 30 Minuten einwecken.

Knoblauch_1

Konblauch_eingeweckt

 

Die leichte Trübung war am nächsten Tag verschwunden. Mittlerweile habe ich das erste Glas geöffnet und es hat köstlich geschmeckt. Der Knoblauch ist recht weich und lässt sich bequem mit einer Gabel zerdrücken.

Weckt Ihr auch ein? Habt Ihr irgendwelche Favoriten?

Liebe Grüße

Jeanette 

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