Französisch kochen mit Aurélie [Buchvorstellung]

Wenn man von französischer Küche spricht, denken viele nur an “Haute Cuisine”, furchtbar aufwendige Gerichte und winzige Portiönchen.

Das die französische Küche natürlich viel mehr ist, und sowohl herrlich reichhaltig und genauso alltagstauglich ist, beweist Aurélie Bastian in ihrem dritten Buch “Französisch Kochen mit Aurélie”. Die Französin, die der Liebe wegen nach Deutschland gekommen ist, ist vielen sicherlich durch ihr Macarons-Buch “Macarons für Anfänger” bekannt. Dieses Mal möchte sie uns die Küche ihrer Heimat nahe bringen, in einem Buch, das sie, wie sie sagt, für ihren Sohn geschrieben hat, damit er immer eine Anleitung hat. Mehr von Aurélie Bastian findet man auf ihrem Blog französischkochen.de

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Daten:

“Französisch kochen mit Aurélie: Meine Lieblingsrezepte”
Aurélie Bastian
2015 Bassermann Inspiration
176 Seiten
19,99 Euro
ISBN-13: 978-3572081936

Erster Eindruck:

Ein Hardcover-Buch in angenehmen Format. Schöne Fotos und ausreichend persönlich geschriebene Texte. Besonders gut finde ich auch den Anhang mit Tipps & Tricks (“Muss ich einen teuren Wein zu Kochen nehmen?” “Was mache ich wenn die Sauce zu dünnflüssig ist?”) und Übersichtstabellen wie zum Beispiel Garzeiten oder Mehltypen in Frankreich. Rezepte, Texte und Fotos stammen von Aurélie Bastian, was dem Buch (wie auch den Vorgängern) die entscheidende persönliche Note gibt.

Inhalt:

Das Buch ist aufgeteilt in sieben Kapitel (Vorspeisen, kleine Speisen, Geflügelgerichte, Fleischgerichte, Fischgerichte, Gemüsegerichte, Nachtisch). Alle Rezepte sind ausführlich beschrieben und von ihr selbst bebildert. Traditionelle Rezepte wie eine Fougasse, Galettes au sarrasin (Buchweizengalette), Quiche Lorraine oder Coq au vin sind ebenso vertreten wie ein fantastisch aussehender Burger à la francaise (Burger mit Entenfleisch), Ratatouille und die klassischen Muscheln in Weißweinsauce. Und wer an französische Küche denkt, der denkt auch an die von mir so geliebte süße Abteilung. Diese ist beispielsweise mit Fondant au Chocolat (Schokoladentörtchen mit flüssigem Kern – eines meiner absoluten Lieblingsdesserts btw) oder den bekannten Profiteroles vertreten.

Die persönliche Note von Aurélie spiegelt sich auch in den kurzen Einleitungen wieder, die vielen Rezepten vorangestellt sind. Auf der Buchmesse in Frankfurt durfte ich Aurélie kennenlernen. Sie erzählte, dass sie das Buch extra so geschrieben hat, dass man die französischen Gerichte ganz einfach nachkochen kann, ohne das man spezielle Zutaten aus Frankreich braucht. Das ist ihr gut gelungen, zu allen französischen Zutaten gibt sie eine einfache Alternative.

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Fazit:

Ein schönes Buch. Einfache französische Küche so erklärt, dass sie jeder nachmachen kann. Es ist kein bahnbrechendes Buch, dass etwas völlig neues erzählt, aber das muss es ja auch nicht sein. Mir gefällt es wirklich gut, da es sich ohne großen Aufwand in die Alltagsküche einbauen lässt und es auch für Kochanfänger prima geeignet ist.

Getestet:

Ich habe mittlerweile schon einige Rezepte nachgekocht und habe die ganze Zeit zwischen Zwiebelsuppe und dem Baskischen Huhn geschwankt als Rezensionsgericht. Da es das erste Gericht war, welches ich getestet habe und ich es schon auf Der Buchmesse testen durfte, ist es dann das Huhn geworden. Es ist super einfach und schmeckt wirklich köstlich (am zweiten Tag sogar noch besser).

Poulet basquise – Baskisches Huhn 

Zutaten für vier Personen:

  • 4 große Hähnchenschenkel oder -brüste (Ich hatte Brüste, die ich geschnetzelt habe)
  • 40g Butter zum Braten
  • 200g Jambon de Bayonne (alternativ: Serrano oder Ibericoschinken)
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Dose geschälte Tomaten (500g)
  • 3 Paprika
  • 3 Knoblauchzehen
  • ca. 350ml trockener Weißwein
  • ca. 200ml Gemüsebrühe
  • 1 gestr. TL Piment d’Espelette (wenn ihr keinen habt, dann ein mildes Chilipulver und weniger nehmen. Piment d’Espelette ist wesentlich milder als andere Chilisorten.)
  • 2EL klein geschnittene Petersilie
  • Salz und Pfeffer

Baskischer_Huehnertopf

Zubereitung:

  1. Die Zwiebeln würfeln und in der Butter anbraten. Das Hähnchen zugeben und ebenfalls anbraten (Wenn Ihr Schenkel nehmt, bratet diese zuerst an, nehmt sie raus und stellt sie beiseite).
  2. Die Tomaten kleinschneiden, die Paprika und den Knoblauch würfeln und den Schinken in feine Streifen schneiden. Aurélie schlägt vor, die Paprika zu schälen, das habe ich aber nicht gemacht. Alles in den Topf geben und gut anbraten.
  3. Mit dem Wein ablöschen und mit der Gemüsebrühe aufgießen bis das Fleisch bedeckt ist. Piment d’Espelette und Petersilie zugeben und das Ganze 45-50 zugedeckt köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Wir haben es einfach mit etwas Baguette gegessen. Absolut lecker!

Und nun, bon Appétit :)

Jeanette

Das Buch wurde mir vom Verlag kostenlos zu Verfügung gestellt. Hierfür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Dieser Umstand hat jedoch keinerlei Einfluss auf meine Rezension. Dieser Text spiegelt meinen Eindruck und meine Meinung wieder.

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