Grundrezept Burger-Patties [Wir retten was zu retten ist]

Burger sind doch voll 2015… Nö. Burger gehören für mich immer noch zu einem der leckersten Dinge überhaupt. Umso erfreulicher ist es, dass wir auch endlich in eigentlich jeder Stadt richtig gute Burgerläden gibt die handgemachte, köstliche Burger anbieten.

Auf der anderen Seite gehört der Burger bei vielen mittlerweile zum Standardrepertoire der heimischen Küche. Grund genug für unsere kleine Rettungstruppe, dass wir uns diesem Thema einmal annehmen und zeigen wie man ganz leicht zu hause alles selbst machen kann. Und wenn ich schreibe alles, meine ich alles. Denn was im Supermarkt mittlerweile so alles im Regal liegt ist mehr oder minder gruselig… Pappige Brötchen, Saucen mit drölfzig Zusätzen, vorgepresstes Hamburgerfleisch usw.

Bei uns gibt es regelmäßig Burger und wer hier schon länger mitliest, weiß wie sehr ich hausgemachte Burger liebe bei denen ich wirklich so gut wie alles selbst mache. Angefangen von den perfekten Brioche Burger-Buns über selbstgemachtes Ketchup (zB aus Rote Beete oder Rhabarber) und klassischen Burgern bis hin zu neuen Kreationen wie dem Falafel-, Pulled Pork- oder dem Kasseler Burger. Natürlich gehören da auch die selbstgemachten Burger-Patties dazu. Und genau darum will ich mich heute kümmern. Wie mache ich eigentlich meine Burger-Patties selbst?

Es steht und fällt mit dem richtigen Fleisch

Das Pattie ist der wichtigste Teil eines Burgers. Ganz klar also, dass die Auswahl des richtigen Fleischs oberste Priorität hat. Es versteht sich von selbst, dass die Haltung der Tiere hier eine entscheidende Roll spielt – gutes Bio-Fleisch schmeckt einfach völlig anders und Supermarkt-Hack bei dem niemand weiß was drin ist, ist da keine Option.
Weil, ganz ehrlich, man ärgert sich über schlechte Qualität des Fleischs wenn der Burger dann doch mehr oder weniger aufwendig ist.
Am besten geht Ihr zum Metzger Eures Vertrauens, dieser kann Euch auch beraten, wenn es um die richtigen Teilstücke geht. Für Burger sollte der Fettgehalt im Hackfleisch ungefähr 20% betragen.

Wer das Fleisch zu Hause selber wolft hat natürlich den großen Vorteil, dass er sich beim Metzger einfach die entsprechende Teilstücke holen kann. Eine Mischung die sehr zu empfehlen ist habe ich in einem meiner liebsten Burgerbücher gefunden:

60% Hochrippe
30% Brust
10% Wade

Damit habt ihr eine tolle Mischung für richtig leckere Burger.

So, und bevor es jetzt losgeht habe ich noch zwei Buchtipps für Euch:

  • “Richtig gute Burger” von Joe Widegren aus dem LV-Verlag (Hier geht es zur Rezension)
  • “Burger Unser” aus dem Hause Callwey

Und hier geht es zu allen anderen Rettern:

1x umrühren bitte aka kochtopf – Der Albóndigas Burger
Anna Antonia – Sultans Burger
auchwas – Fisch Burger
Brittas Kochbuch – Lammburger
Brotwein – Cheeseburger mit Sauerteig Hamburger Brötchen – Burger Buns mit Lievito Madre
Food for Angels and Devils – Alpenburger
From-Snuggs-Kitchen – Cole Slaw
genial-lecker – Hamburger nach Rike
Katha kocht! – Cheeseburger mit Guacamole
Leberkassemmel und mehr – Chili-Cheese-Burger
lieberlecker – Asia Burger
magentratzerl – Frankenburger
münchnerküche – Rauchige BBQ Sauce
our food creations – Griechischer Bauern-Burger
Pane-Bistecca – Lachs – Hamburger
Paprika meets Kardamom – Der sauigste Cheeseburger ever mit der weltbesten Burgersauce
Prostmahlzeit, die Turbohausfrau – Rettungsaktion: Burger
Summsis Hobbyküche – Cheesburger ohne Tamtam
The Apricot Lady – Cheeseburger mit karamellisierten Zwiebeln

Zutaten:

  • 150-175g Rindfleisch pro Person
  • Meersalz
  • frisch gemahlener Pfeffer (z.B. Malaba, Kampot oder Telichery)
  • 2 EL gut erhitzbares Öl (z.B. Raps oder Sesam)
  • Für Cheeseburger: Käse (z.B. Cheddar)

Zubereitung:

  1. Das Fleisch zunächst in Stücke schneiden. Diese sollten nicht größer als 3cm sein.
  2. Die Fleischstücke durchlassen (ich benutze bei meinem die feinere Scheibe).
  3. Das Fleisch in die Burgerpresse geben und Patties daraus formen. Die Patties von beiden Seiten leicht mit frisch gemahlenem Meersalz salzen.
  4. Eine Grillpfanne (am besten aus Gusseisen) mit dem Öl heiß werden lassen. Die Patties hineinlegen und erst dann wenden wenn oben Flüssigkeit austritt. Man sollte die Patties nur ein einziges Mal wenden.
  5. Von der anderen Seite bis zum gewünschten Garpunkt garen.
  6. Wenn Ihr Cheeseburger machen wollt, legt kurz vor Ende der Garzeit die Käsescheiben auf das Fleisch.

 

13 Kommentare

  1. Köstlich, alle Deine Burger die ich jetzt entdeckt habe. Den heutigen Burger werden wir ganz bald so wie bei Dir hier genießen. DANKE für das schöne Rezept.
    Herzliche Grüße
    Ingrid

  2. Ich finde auch, es kommt immer auf die Qualitaet des Fleisches an. HIer in Asien immer etwas schwierig….. deshalb machen wir selten Rindfleischburger.

    LG Wilma

  3. Ich finde es toll, wie ihr alle die Zubereitung eurer Burger beschreibt. Ich habe keinen Fleischwolf und werde mir sicher keinen zulegen. Da fehlt mir echt die Geduld und Zeit. Aber dein Rezept klingt sehr gut und deine Fotos sind echt Klasse.

    Liebe Grüße Katrin

  4. Klasse, diese Rettungsaktionen bringen richtig viele Tipps und Tricks ans Tageslicht. Mit den Fleischsorten…. ich überlege. Mein Rinderhack kommt direkt vom Züchter (wie all mein Rindfleisch), und mir scheint er versteht sein Handwerk.

  5. Deine Pattys schauen wunderbar aus und schmecken sicher auch so gut, ich hätte nicht gedacht dass der Fettanteil doch so hoch sein soll. Ich hätte, hätte ich die Ambition Burger zu machen, Fleisch mit noch weniger Fettanteil genommen. Man lernt nie aus!

    lg. Sina

  6. Seit ich einen guten Fleischwolf habe, mache ich mein Hackfleisch auch selbst. Es ist doch toll, dass man die Mischung selbst bestimmen, kann.

  7. Danke für das Rezept! Auch mir geht ein Fleischwolf noch ab, aber nicht auf Grund fehlender Geduld sondern Platz. In der nächsten Küche… Dann kram ich dein Rezept auch hervor 🙂

  8. Ja, nur mit entsprechendem Fettanteil erhält man wirklich saftige Burger aus Rindfleisch. Meine Rede. Hamburger müssen schmecken. Wenn man darauf achten muss, wird am nächsten Tag Diät gehalten 😉

  9. Seit wir die KüchenHilfe mit dem Aufsatz haben, wolfen wir auch nur noch selber.

    Bei uns gab es ja Lammburger zur Rettung und das Fleisch dreht Dir ja keiner durch.

    Ich glaube der nächste Burger wird ein cheesiger…

    Liebe Grüße, Britta

  10. Ach ich sehe schon – ich brauche endlich einen Fleischwolf! 🙂 Deine Patties machen auf jeden Fall Lust darauf auch dieses letzte Stück vom Burger noch selbst zu machen!

    Liebe Grüße,
    Katha

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