Wir bauen ein Lebkuchenhaus…

Knusper, knusper, Knäuschen… beim Thema Lebkuchenhaus denken wir wohl alle sofort an die Hexe aus “Hänsel und Gretel” die im Wald in einem Haus aus Pfefferkuchen und Süßigkeiten wohnt.

Ich freue mich sehr, dass ich dieses Jahr zum zweiten Mal ein Teil des kulinarischen Adventskalenders im kochtopf sein darf! Dieser Kalender ist jedes Jahr etwas ganz besonderes und prall gefüllt mit tollen Geschichten und Rezepten. Vielen Dank, Zorra, für die Organisation!

In einem Anfall von völligem Größenwahn (mal wieder) habe ich spontan erklärt, ich möchte ein Lebkuchenhaus bauen… Ich gebe zu, das war nicht ganz uneigennützig, denn ich wusste genau, wenn ich den Druck dahinter habe, wird es dieses Jahr auch endlich mal was. Genau genommen nehme ich mir nämlich schon seit drei vier Jahren vor, mal eines zu bauen… Aber dieses Jahr sollte es endlich soweit sein! Ein Plan wurde gezeichnet und ein passendes Rezept herausgesucht. Das Backen an sich war einfach, die kniffelige Aufgabe war das Zusammenbauen… Hier kann man aber tatsächlich sich auch etwas nachhelfen: Der erste wichtige Tipp ist das man die Platten nach dem backen ein wenig begradigt bzw. zurechtsägt. Nehmt hierfür am besten ein Messer mit Zähnen und macht Sägebewegungen. Und zweitens, mit ein paar Zahnstochern bekommt Ihr die nötige Stabilität für die Grundmauern. ;) Außerdem solltet ihr Euch einige Tage dafür einplanen: Am ersten Tag den Teig ansetzen, am nächsten backen, einen Tag später zusammenbauen und dann erst dekorieren. Schließlich soll das Häusle ja auch halten. Ich habe meine Deko eher schlicht gehalten, aber das macht schließlich jeder so wie er mag :)

Und jetzt lehne ich mich zurück und bereite einfach das Weihnachtsfest vor. Gibt es bei Euch einen bestimmten Ablauf? Bestimmte Traditionen? Wir sind an Heiligabend mittags immer bei meinem Vater, da der (und sein Zwillingsbruder) am 24.12 Geburtstag hat. Das bedeutet mittags immer erstmal ein wenig Kaffee und Kuchen. Am Abend gibt es dann traditionell Kartoffelsalat mit Würstchen, weil ich das 1. schön und zweitens praktisch finde. Man isst sowieso die nächsten Tage genug und da kann es am Heiligabend ruhig etwas einfacher sein. Meine Mutter hat mir erzählt, dass es bei meiner Oma früher immer Nudelsalat gab, und zwar weil Oma wusste, dass die Kinder sowieso lieber nur Geschenke auspacken wollen und spielen und den Nudelsalat “kann man so schön zwischendurch essen”. Hach, Oma! Wir sitzen dann abends zusammen, spielen, erzählen, und ganz wichtig: schauen Loriots Weihnachtsausgabe und Familie Heinz Becker “Alle Jahre wieder”. So großartig!

So, jetzt habe ich aber genug geplappert… jetzt geht’s an Häusle baue…

 

Das Rezept habe ich aus “Weihnachten – das goldene von GU”. Ganz nebenbei ein hervorragendes Weihnachtsback- und Kochbuch.

Zutaten:

  • 250 g Honig
  • 250 g brauner Zucker
  • 100 g Butter
  • 600 g Weizenmehl
  • 1 Pkch. Lebkuchengewürz
  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 EL Pottasche + 2 EL Wasser
  • 1 Ei

Für den Kleber:

  • 2 Eiweiß (M)
  • 350 g Puderzucker

Dekoration ganz nach Belieben: Smarties, Zuckerperlen, Nüsse… alles was Euch einfällt.

Zubereitung:

  1. Honig, Zucker und Butter in einem Topf unter Rühren langsam erhitzen bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat – das dauert einen Moment. Anschließend etwas abkühlen lassen.
  2. Mehl, Lebkuchengewürz und Kakaopulver mischen. Die Pottasche in Wasser auflösen (Achtung, nicht erschrecken wenn das Glas warm wird, das ist eine normale chemische Reaktion)
  3. Das Ei unter die Honigmasse ziehen und alles zur Mehlmischung geben. Gut verkneten. Den Teig dann in Frischhaltefolie wickeln und für 12 Stunden in den Kühlschrank legen.
  4. Nach der Kühlzeit den Teig ausrollen und die Hausteile mit einem Messer ausschneiden. (Für die Schablone siehe unten).
  5. Die Hausteile auf ein Backblech legen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C für 15 Minuten backen. Die Teile gut auskühlen lassen.
  6. Eiweiß aufschlagen, den Puderzucker schrittweise einsieben lassen und zu einer glatten Masse verrühren, sie soll ordentlich dickfüssig und glänzend sein.
  7. Jetzt kommt der kniffligste Teil: Das Haus aus den Teilen zusammensetzen… Ich bin hier wirklich schrittweise vorgegangen und habe es lange trocknen lassen zwischendurch. Außerdem habe ich die Wände vorsichtig mit Zahnstochern gesichert ;)
  8. Wenn das Haus fertig zuzammengebaut und der Zuckerguss trocken ist, könnt Ihr mit dem Dekorieren loslegen.

Zur Schablone: 

Meine beiden Seitenwände sind 11 x 17 cm groß, die Front und Rückwand 16 cm lang und 11 an der Seite bzw. am Giebel cm hoch. Die beiden Dachplatten sind 16 x 23 cm. Den Schornstein habe ich frei Hand aufgemalt, und später an das Dach angepasst. Tür und Fenster habe ich mit einem Schnapsglas aufgemalt ;)

Ihr solltet unbedingt fleißig die Adventskalenderbeiträge lesen, denn wie jedes Jahr gibt es wieder tolle Preise zu gewinnen!

 

7 Kommentare

  1. Der Druck hat sich gelohnt, ein superschönes Häuschen! Danke für das schöne Türchen und den Einblick in eure Weihnachtstradtionen. Wünsche dir und deinen Lieben frohe Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

  2. Ein Lebkuchenhaus gehört für mich an Weihnachten dazu – allerdings ist meines meistens nicht so fotogen wie deines :)

    Schöne Weihnachten
    Sabine

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