Bolognese die 875.

Wisst Ihr was mein absolutes Leibgericht ist? Spaghetti Bolognese! War es schon als Kind und wird es vermutlich auch immer bleiben.

Ich bin ja ohnehin mehr in der “bodenständigen” Küche zu Hause als in der Haute Cuisine, und man macht mir mit einem schönen Braten oder ein paar tollen Knödeln, eine größere Freude als mit einem 5-Sterne-Menü. Versteht mich nicht falsch, natürlich ist die gehobene Küche ganz großartig und verdient jeden Respekt, aber es ist einfach nicht meine Welt.

Wenn unsere Mutter uns als Kinder gefragt hat was wir essen möchten, war die Antwort meistens “Spaghetti!!!”. Dazu muss ich noch erwähnen, dass ich als Kind alles verweigert habe, was a) Gemüse war oder b) ich nicht kannte. Kein Witz, ich habe weder Salat, noch irgendein Gemüse gegessen. Ein ungekochte Möhre war das höchste der Gefühle.

Ich dachte ja bisher, dass mein Bolognese-Rezept schon ziemlich lecker ist und ich das immer so machen kann. Aaaaaaber man lernt ja nie aus… Schon häufiger bin ich über die Zutat Milch in der Bolognese gestolpert und habe ich mich immer gefragt was das soll… Aber gut, ich dachte ich teste es mal… Und, was soll ich sagen: MEGA! Die Kombination aus Milch und Weißwein als Zugabe ist genial. Die Säure vom Wein und den Tomaten wird durch die Milch total gut aufgefangen und harmonisch abgerundet. Ja, die Milch gerinnt beim kochen ein bisschen, aber das macht gar nix, weil man das überhaupt nicht merkt. Die Basis für mein neues Rezept habe ich übrigens bei der wunderbaren Elena von Heute gibt es gefunden, und das ist seither meine neue Standart-Bolognese. Pro Tipp: Immer die doppelte Menge kochen und die Hälfte einfrieren, und dann beispielsweise Lasagne draus machen…

Zutaten:

Sofritto:

  • 2 Möhren
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • Eine große Zwiebel
  • 1 EL Olivenöl
  • 25 g Butter

Sauce:

  • Sofritto
  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 800 g stückige Tomaten
  • 100ml trockenen Weißwein (viele nehmen hier auch Rotwein, das schmeckt auch hervorragend. Wer keinen Wein nehmen möchte kann hier einfach ein wenig Gemüsebrühe nehmen.)
  • 150 ml Milch
  • 1 EL Oregano, getrocknet
  • Ein getrocknetes Lorbeerblatt
  • Salz, Pfeffer, Paprika

Zubereitung:

  1. Für das Sofrito Möhren, Sellerie und Zwiebel fein würfeln. Butter und Olivenöl in einen Topf geben und das Gemüse darin langsam glasig dünsten. Nur mit mittlerer Hitze arbeiten, das Gemüse soll keine Farbe nehmen. 20-25 Minuten dünsten.
  2. Während das Sofritto köchelt nehmt ihr eine Pfanne und bratet das Hackfleisch an. Wenn es durchgebraten ist mit dem Wein ablöschen.
  3. Wenn der Wein etwas einreduziert ist die Milch zufügen und die Hitze herunter drehen.
  4. Jetzt das Sofritto sowie die Tomaten und die Gewürze zufügen und alles auf kleiner Flamme schön köcheln lassen. Wie lange, das bleibt Euch überlassen – je länger desto besser. Abschmecken fertig. Die Bolo schmeckt übrigens am nächsten Tag noch besser…

1 Kommentar

  • Hallo Jeanette,
    freut mich, dass dich mein Rezept inspiriert hat und du eine für dich perfekte Version kreiert hast.
    Übrigens, der Pro-Tipp wird hier immer wieder gerne angewendet ;)

    Ganz liebe Grüße
    Elena

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