Rhabarbertorte

Habe ich schonmal erwähnt, dass der Frühling meine kulinarische Lieblingsjahreszeit ist?

Im Frühling gibt es einfach – meiner bescheidenen Meinung nach – die leckersten Gemüsesorten. Das tolle Obst kommt dann ein wenig später (Ich sag nur Beeeeeeren <3). Spargel, Bärlauch, Rhabarber – damit hat man schon drei köstliche Zutaten für tolle Frühlingsgerichte. Spargel ist für mich wirklich das leckerste Gemüse im ganzen Jahr, und ich mag sowohl den weißen als auch den grünen unheimlich gerne. Trotzdem würde ich niemals auf die Idee kommen, im Herbst Spargel aus dem anderen Ende der Welt einzufliegen und zu essen. Das besondere am Spargel ist doch auch, dass es ihn hier für eine begrenzte Zeit gibt, oder? Ich wohne ja praktisch sogar direkt neben einem Spargelacker und der nächste Hof ist nur 5 Minuten von hier entfernt.

Aber genug vom Spargel, dazu erzähle ich beim nächsten Spargelrezept noch etwas mehr. Heute geht es aber um Rhabarber! Früher habe ich überhaupt keinen Rhabarber gegessen, weil er mir viel zu sauer war. Irgendwann habe ich dann festgestellt, dass man ihn nur richtig verarbeiten muss, bzw. die richtigen Dinge damit kombinieren, damit er super lecker wird. Zum Beispiel Pudding *hihi*. Seitdem habe ich sogar schon einige Rezepte mit Rhabarber hier vorgestellt, besonders liebe ich übrigens den Rhabarber-Ketchup! Und für die Süßschnäbel gibt es dies fixe Rhabarber-Galette, und der Rhabarber-Käsekuchen hat sich zu einem der beliebtesten Rezepte hier gemausert (der is aber auch lecker…).

Nun aber zum heutigen Beitrag für Saisonal schmeckt’s besser: diese schnabulöse Rhababer-Torte hatte ich zum Geburtstag meiner Mutter gemacht und sie kam richtig gut an bei den Gästen. Diesen Monat dreht sich bei uns alles um Rhabarber und Mangold, und die Herrschaften haben wieder eine grandiose Tafel zusammengestellt:

Haut Goût – Rhabarbergemüse mit Bärlauchknospen
Dinner4Friends – Rhabarberlimonade
feines gemüse – Herzhafte Mangold-Ricotta-Muffins mit Mandeln
trickytine – sauerrahm panna cotta mit kardamom, rhabarber rosmarin ragout und pistazienkrokant
ninastrada – Apfel-Rhabarber-Crumble
S-Küche – New York Cheesecake mit Rhabarber
Münchner Küche – Rhabarber Streuselkuchen
Feed me up before you go-go – Rhabarber-Haselnuss-Galette mit Anis
Lebkuchennest – Büffelmozarella mit Rhabarbervinaigrette und Rhabarberpickles auf Salatbett
moey’s kitchen – Rhabarber-Flammkuchen mit Ziegenfrischkäse und Mandeln
Herbs & Chocolate – Mangoldsalat mit grünem Spargel und Rhabarberdressing
Madam Rote Rübe – Rhabarber-Käsekuchen mit Himbeergeschmack und Schokostreusel
ZimtkeksundApfeltarte – Ricotta-Tarte mit Rhabarber-Vanille-Kompott
Jankes*Soulfood – Scones mit Rhabarber-Vanille-Marmelade
Kochen mit Diana – Walnuss-Biskuitrolle mit Rhabarberfüllung
Delicious Stories – Ravioli mit Rhabarber & Ricotta
Schlemmerkatze – Panna Cotta mit Tonkabohne und Rhabarberkompott
Ina Is(s)t – Rhabarber Tartelettes mit Rosmarin-Vanille-Creme
Ye Olde Kitchen – Rhabarbersalat mit Feta und Oliven

Einzelne Komponenten:

Biskuitteig:
  • 6 Eier Größe M
  • 120 g Zucker
  • 100 g Mehl
  • 80g gemahlene Mandeln
  • 1 Päckchen Backpulver
  1. Den Backofen auf 170° Ober- Unterhitze vorheizen.
  2. Wenn ihr mit einer Küchenmaschine arbeitet könnt ihr die Eier komplett aufschlagen. Wenn Ihr mit einem Handrührgerät arbeitet, solltet Ihr die Eier vorher trennen, und Eiweiß und Eigelb getrennt aufschlagen. Das Eiweiß wird dann ganz zum Schluss vorsichtig mit einem Teigspatel untergehoben.
  3. Bei der KitchenAid nehmt Ihr den Schneebesenaufsatz und schlagt die Eier mit dem Zucker auf Stufe 6 solange auf, bis sich das Volumen mindestens verdoppelt hat und von der Farbe hellgelb ist!
  4. Mehl und Backpulver mischen und vorsichtig und SCHRITTWEISE in die Eimasse sieben. Dann vorsichtig mit einem Teigspachtel unterheben, und aufpassen, dass es keine Mehlnester gibt.
  5. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, den Rand fetten und mehlen.
  6. Für ca. 45 Minuten backen –> Stäbchenprobe!
  7. Ganz wichtig: Wenn der Kuchen fertig ist, den Ofen ausschalten und den Kuchen im Ofen bei geschlossener Tür abkühlen lassen. Nach ca. 20 Minuten die Tür einen Spalt öffnen und erst wenn der Ofen abgekühlt ist den Kuchen herausnehmen und aus der Springform lösen. Dieses langsame Vorgehen sorgt dafür, dass der Kuchen keinen Kälteschock bekommt und wieder zusammenfällt. Achtet beim Lösen der Springform darauf, ob sich der Rand gut löst, ansonsten einfach vorsichtig mit einem Teigspachtel lösen.
Füllung: Rhabarberkompott & Sahne
  • 2 Stangen Rhabarber (für eine schöne Farbe nehmt welchen der besonders rot ist.
  • 3-4 EL Zucker
  • 150 ml Wasser
  • 1 Stange Rhabarber für das Topping
  • 1,5 TL Speisestärke
  • 200 ml Sahne
  • 1/2 Päck. Vanillezucker
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  1. Zwei Stangen Rhabarber waschen und klein schneiden. Nicht schälen, sonst geht die schöne Farbe verloren.
  2. Den Rhabarber mit Wasser und Zucker aufkochen – der Rhabarber zerfällt sehr schnell – und abschmecken.
  3. Den Kompott durch ein Sieb geben und die entstandene Flüssigkeit auffangen und beiseite stellen. Den Kompott abkühlen lassen.
  4. Die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif aufschlagen. Beiseite stellen.
  5. Den letzten Rhabarber waschen und klein schneiden.
  6. Den Rhabarbersaft in einen Topf geben und noch einmal aufkochen, abschmecken. Die Speisestärke in 2 EL kaltem Wasser auflösen und zugeben. Warten bis es eindickt und dann vom Herd nehmen. Etwas abkühlen lassen und erst dann die letzten Stücke Rhabarber reinlegen. Beiseite stellen.

Frischkäsecreme
  • 200 g Frischkäse
  • Puderzucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 EL Sahne (von der vorher aufgeschlagenen)
  1. Alle Zutaten mischen und ganz nach dem eigenen Geschmack abschmecken. Ich mag es beispielsweise nicht wenn die Creme so pappsüß ist. Beiseite stellen.
Baiser
  • 1 Eiweiß
  • 50 g Zucker
  • eine kleine Prise Salz
  1. Ganz wichtig für das Baiser: Die Schüssel muss absolut fettfrei sein!
  2. Das Eiweiß mit einer Prise Salz aufschlagen. Wenn es beginnt weiß zu werden den Zucker zugeben und steif schlagen bis es glänzt und sich Spitzen ziehen lassen. Achtung bei Küchenmaschinen: Auch Baiser kann überschlagen werden und wird dann matt und trocken.
  3. Nun das Baiser mit einer Spritztüte in die gewünschte Form bringen. Je größer die Form desto länger das Trocknen (logisch, oder?)
  4. Den Ofen auf 90°C Umluft vorheizen und das Baiser langsam trocknen lassen. Bei meinen kleinen Tröpfchen hat es 50 Minuten gedauert.

Zusammensetzen:

  1. Zu allererst nehmt ihr den (ausgekühlten) Biskuit und teilt ihn waagerecht in drei Teile. Nehmt dazu am besten ein Brotmesser mit langer Klinge.
  2. Ich nutze hier immer einen Tortenring um die Böden zu stapeln. Unten Biskuit, dann Rhabarkompott und Sahne, und wieder Biskuit, Kompott, Sahne, Biskuit.
  3. Auf den obersten Boden kommt dann die Frischkäsecreme. Jetzt nehmt ihr den Tortenring ab und streicht den Rand mit der Frischkäsecreme ein um den “naked cake” Look zu erzielen muss dass auch gar nicht so akkurat sein.
  4. Ganz oben kommt jetzt der dickflüssige Rhaberbersaft mit Stücken und die kleinen Baiserspitzen.

 

 

5 Kommentare

  1. Da bin ich ganz bei dir, der Frühling ist auch meine kulinarische Lieblingssaison! Und deine Torte ist ja der Knaller – schaut echt super aus!
    Frühlingshafte Grüße
    Sabrina

  2. Was für eine prächtige Torte. Ich bin so froh, dass jetzt wieder mehr Auswahl an Gemüse- und Obstsorten kommen.
    LG,
    Ines

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