Zahtar Hackbällchen

Ich bin ja bekennender Hackbällchen-Fan. Also genau genommen bin ich Fan der meisten Gerichte, die mit Hack zubereitet werden, schließlich ist mein absolutes Lieblingsgericht auch Spaghetti Bolognese, dicht gefolgt von Königsberger Klopsen. Ihr seht, da ist durchaus ein Muster zu erkennen…

Hackbällchen gibt es ja nun in jeder nur erdenklichen Variante, ganz besonders toll finde ich auch die, die es in diesem Blau-gelben Möbelhaus zu essen gibt. Gnihihi… Heute geht es aber um eine andere Variante. Vor einiger Zeit bin ich schon über die Zahtar-Gewürzmischung vom Bremer Gewürzhandel gestolpert und wollte sie unbedingt mal in Hackbällchen versuchen. Das Ergebnis war grandios, es gibt den Hackbällchen eine tolle Würze und ein fast „blumiges“ Aroma. Soooo lecker!
Dazu gab es bei uns einfach Fladenbrot, einen Joghurt-Kräuterdip und ein paar von diesen unheimlich leckeren gefüllten Weinblättern.

Zutaten:

  • 400g Hack
  • 1,5 EL Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 1 TL Zahtar
  • Salz, Pfeffer, Paprika, Chili nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten miteinander vermengen und zu einer homogenen Masse verkneten. Aus der Masse die Hackbällchen formen.
  2. Die Bällchen in einer Pfanne mit ein wenig Öl (Raps- oder Sonnenblumenöl) rundherum anbraten.

 

Serviettenknödel mit Pilzrahmsoße

Wisst Ihr, was eines meiner liebsten vegetarischen Gerichte ist?

Semmelknödel mit Schwammerlsauce (Pilzrahmsauce)!!! Ehrlich, da könnte ich mich reinlegen… Höchste Zeit also, dass dieses Rezept auch hier verewigt wird. Eigentlich ist die richtige Pilzsaison ja im Herbst, aber dieses Gericht schmeckt auch prima wenn man nur Champignons oder andere Zuchtpilze zur Verfügung hat.

Ein Rezept für meine hausgemachten Semmelknödel findet ihr hier, aber dieses Mal habe ich sie mal als Serviettenknödel gemacht. Die Zubereitung ist im Prinzip dieselbe, nur dass Ihr am Schluss keine Knödel rollt, sondern alles als Wurst in Frischhaltefolie einrollt und im Ganzen gekocht. Auf den Bildern ist das ganz gut zu erkennen.

 

Zutaten:

  • 400g gemischte Pilze (z.B. Pfifferlinge, Steinpilze, Champignons, Kräutersaitlinge)
  • Eine Zwiebel
  • Eine Zehe confierter Knoblauch
  • 200g Sahne
  • 3 Zweige frischer Thymian
  • Eine Handvoll Petersilie
  • frisch gemahlener Pfeffer, Salz
  • Optional: 200 ml trockner Weißwein, Alternativ Gemüsebrühe

Zubereitung:

  1. Die Knödelmasse in die Frischhaltefolie einwickeln und an den Enden gut verschließen. Beim ersten Mal ist es ein bisschen Fummelei aber dann gehts.
  2. Die beiden Knödelrollen in siedendem Wasser für ca. 40-45 Minuten garen.
  3. Den Knödel auspacken und in Scheiben schneiden.
  4. Die Pilze putzen, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.
  5. Zwiebel und Knoblauch in der Pfanne anschwitzen und die Pilze sowie den Thymian dazugeben und kräftig anbraten.
  6. Mit dem Weißwein oder der Brühe ablöschen und mit der Sahne aufgießen.
  7. Einmal aufkochen lassen und abschmecken. Nun ggf. noch etwas abbinden.
  8. Mit Petersilie und/oder Lauchzwiebeln garnieren.

Tomatencremesuppe

Ja, es ist gerade überhaupt keine Tomatensaison. Weiß ich.

Was macht man denn nun aber, wenn man im Winter Lust auf eine herrliche Tomatencremesuppe hat? Richtig! Das macht gar nichts, denn in solchen Fällen kann man hervorragend auf Dosentomaten zurückgreifen. Ganz egal, ob Ihr Euch im Sommer selbst Tomaten, oder Tomatenpassate, oder Tomatensauce, eingekocht habt, oder sie noch geschwind im Supermarkt holt. In ganz vielen Gerichten greift man sogar lieber auf Dosentomaten statt auf Frische zurück, weil die deutlich mehr Aroma haben. Für eine Tomatensuppe geht beides, aber heute zeige ich Euch ein schnelles, cremiges Süppchen aus Dosentomaten.

Dazu noch ein paar Croutons, oder ein schnelles Knoblauchbrot – perfekt.
Und weil es zu zweit einfach mehr Spaß macht, haben Christina und ich die Tomatensuppe gleich mal zu unserem zweiten „Challenge“-Thema gemacht. Bei ihr findet Ihr eine köstliche, vegane Tomatensuppe im Thai-Style *yummie*.

Zutaten:

  • 500g passierte Tomaten (oder geschälte Tomaten, ganz egal, die werden eh pürriert)
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml Sahne
  • Eine Zwiebel
  • Eine Zehe Knoblauch
  • jeweils 1/2 TL Rosmarin und Thymian
  • 1/4 TL Majoran
  • Salz, Pfeffer
  • 1/4 TL Piment d’Espelette

Zubereitung:

  1. Zwiebel und Knoblauch würfeln und in Olivenöl glasig dünsten.
  2. Die passierten Tomaten zugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen. Gewürze zugeben. Alles cremig pürrieren.
  3. Die Sahne hinzugeben und alles noch einmal aufkochen, anschließend herunterschalten und auf mittlerer Flamme noch fünf Minuten köcheln lassen.
  4. Mit etwas Brot servieren.

Orangenkuchen

Ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch (darf man das am 6. auch noch sagen?), ich hoffe Ihr seid alle gut reingekommen.

Da ich ein eingefleischter Silvestermuffel bin, verlief der Jahreswechsel bei uns eher ruhig mit guten Freunden und leckerem Essen. Feuerwerk finde ich schrecklich (und mal nebenbei furchtbar teuer…), nicht zuletzt deswegen, weil ich weiß wie sehr die Haustiere leiden, deswegen fällt bei uns auch dieser Programmpunkt flach. Es bleiben die schönen Dinge: Gutes Essen, leckerer Wein, gemütliches Bleigießen, Dinner for One usw… reicht auch, oder?

Wie dem auch sei, natürlich geht es auch 2017 hier weiter und es gibt jede Menge neue Rezepte, es sind schon einige tolle Sachen in Planung. Außerdem plane ich einige Veränderungen hier fürs Blog, aber dazu erzähle ich dann mehr, wenn es soweit ist. Ich liebe ja diese „Januarmotivation“, das ganze Jahr ist noch neu und frisch und man ist voller Tatendrang. Die Frage ist nur, wie behält man sich diese Motivation und diesen Tatendrang bei auch über den März hinaus? Ideen? Vorschläge?

Für mich war diese erste Januarwoche auch ein bisschen zum eingrooven in die neue Arbeitssituation. Auch wenn sich bei mir fast nix geändert hat (selber Job, selber Arbeitsplatz) hat sich durch die Veränderung der Rahmenbedingungen doch gefühlt einiges verändert, zum Guten natürlich.

So, jetzt gibts aber Kuchen. Diesen wunderbar saftigen Orangenkuchen habe ich an Neujahr zum Kaffee gemacht.

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 150 g Butter, weich
  • 150 g Zucker
  • 220 g Mehl (Weizen 550)
  • 80 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backpulver
  • 150 ml Milch
  • Die abgeriebene Schale von zwei unbehandelten Orangen
  • Saft einer der beiden Orangen
  • 1 EL braunen Zucker

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180°C Ober-Unterhitze (Umluft: 170°) vorheizen.
  2. Zucker und Butter zusammen schaumig schlagen. Nach und nach die Eier zugeben und alles gut verrühren.
  3. Die Orangen gut mit heißem Wasser abwaschen und mit einer feinen Reibe die Schale abreiben und zum Teig geben. Eine der beiden Orangen auspressen (ergibt ca. 60-80 ml) und den Saft zum Teig geben, die andere von der restlichen Schale befreien und beiseite stellen. Die Schale sollte gründlich entfernt werden (am besten mit einem scharfen Messer) da sie später leicht bitter schmecken kann.
  4. Mehl und Mandeln in einer extra Schüssel vermengen und das Backpulver hineinsieben (damit keine Klümpchen im Teig bleiben).
  5. Nun schrittweise die Mehl-Mandelmischung und die Milch zum Teig geben und alles glatt rühren.
  6. Die zweite Orange in Scheiben schneiden. Die Kastenform ausbuttern und den Boden mit dem braunen Zucker bestreuen und die Orangenscheiben darauflegen.
  7. Den Teig in die Form gießen und für ca. 45-50 Minuten backen. Etwas abkühlen lassen und auf ein Kuchengitter stürzen.

#foodblogbilanz16

Alle Jahre wieder…

… kommt die #foodblogbilanz! Bereits im dritten Jahr ruft Sabine von Schmeckt nach mehr dazu auf, am Ende des Jahres Bilanz zu ziehen.

Auch für mich selbst ist es eine gute Möglichkeit, nochmal alles Revue passieren zu lassen, was ich dieses Jahr so verbrochen verbraten/verkocht habe.

Das Jahr 2016 war ja weltpolitisch gesehen, gelinde gesagt, zum verzweifeln. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich abends mit dem Gefühl ins Bett ging, die Briten werden es schon richtig machen und morgens mit dem Ergebnis „Brexit“ aufwachte… Oder wie ich abends, betüttelt von Wahlprognosen und guter Hoffnung einschlief (22 Uhr) und um 4 Uhr zum Frühdienst aufstand mit einem Donald Trump, der weit in Führung lag… *seufz*

Persönlich war es turbulent… Anfang des Jahres habe ich nach viel Ächzen und Stöhnen und einigen Nachtschichten ENDLICH meine Master-Arbeit abgegeben und meinen Abschluss erhalten. Jobmäßig konnte ich Gott sei Dank dort bleiben, wo ich schon die letzten Jahre war und arbeite somit immer noch als Online-Redakteurin bei einem regionalen Radiosender. Von der Seite her ist also alles gut.

1. Was war 2016 dein erfolgreichster Blogartikel?

Tatsächlich war es der „Hausgemachte Kartoffelstampf“, das ist auch gleichzeitig einer der häufigsten Suchbegriffe. Das ganze stammt aus der Rettungsaktion für die Kartoffel, Anfang des Jahres.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Hmm, schwierig, ich habe dieses Jahr wenig persönliches gebloggt. Vielleicht noch meine Pastawoche, weil es meine erste Themenwoche war und vermutlich die Festtagspute zu Weihnachten zusammen mit dem Maronengemüse von meinem Stiefpapa. Achja, und natürlich die Mohn-Birnen-Tarte, nicht wegen des Kuchens an sich, sondern weil es die erste Runde des gemeinsamen Projekts #meineKüchedeineKüche mit Christina war.

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Öhem, da gab es glaube ich dieses Jahr nichts was mir gerade einfällt. Was mich aber unglaublich gefreut hat, ist dass meine liebe Freundin Christina das bloggen angefangen hat. Im Grunde  werde ich aber durch aller inspiriert was andere Blogger so machen, ob ich es dann nachkoche oder es mich auf eine andere Idee bringt ist halt unterschiedlich.

Definitiv eine Inspirationsquelle war allerdings mein Besuch auf der Blogst 16, wo ich sooo viele tolle Menschen getroffen habe und interessante Vorträge hören durfte.

4. Welches der Rezepte, die du 2016 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Die Zimtschnecken habe ich mehrfach gebacken in diesem Jahr, auch in Abwandlung mit Blaubeeren, Äpfeln und einmal mit Schokolade-Macadamia.

Zimtschnecken – Kanelbullar

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2016 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Da gab es dieses Jahr nichts, tut mir leid.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Ich habe mich etwas mehr an die asiatische Küche herangetastet. Der Tipp von Christina mit dem Garam Masala, was ich dann in der Hähnchenpfanne verwendet habe, war super. Auf der Suche nach mehr Asien, bin ich außerdem über General Tso gestolpert und der „Geschichte“ dahinter. Außerdem habe ich noch ein köstliches süß-saures Hähnchen für Euch „auf Halde“ liegen.

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Leider gab es nicht so viele Perlen dieses Jahr, dies hier waren noch die besten:

„rucola wächst zu schnell“ Tja nun, andere beschweren sich, dass er gar nicht wächst…

„nackter Kuchen“ klingt schlüpfrig, aber damit ist vermutlich ein „naked cake“ gemeint. Ich hatte zwei Stück dieses Jahr: mit Beeren und Schoko-Mascarpone.

„welt retten geburtstag“ Tja, offenbar stapeln wir mit unseren Rettungsaktionen noch etwa zu tief, oder?

„riesig huhn“ Was meint er/sie damit? Hat er eines gesehen? Will er eines essen? Ist der Ofen zu klein? Werden Zubereitungsmöglichkeiten für Riesenhühner gesucht? Ich bitte um mehr Details 😉

Äußerst überraschend tauchte in der Vorweihnachtszeit mal „Kekse für Ostern“ in den Suchbegriffen auf. Vielleicht ein Trend der uns entgeht?

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2017?

Nichts. Ich mache hier einfach weiter und hoffe, dass Ihr mir erhalten bleibt 🙂

Bleibt mir nur noch zu sagen, 2016, du warst wirklich kein Knaller, mach’s gut.
Hallo 2017, bitte mach’s besser!