Butterkuchen

Gestern habe ich Euch ja das Basis-Rezept für „meinen“ Hefeteig gezeigt, und heute zeige ich Euch wie Ihr damit den simpelsten Kuchen überhaupt machen könnt: den Butterkuchen auch Zuckerkuchen genannt. Seinen Beinamen „Beerdigungskuchen“ hat er nur deshalb, weil er häufig beim Kaffee trinken nach einer Beerdigung serviert wird, da man – zumindest früher – bei diesem Anlass auf üppige Obstkuchen verzichtet.

Ich kannte diesen Kuchen bis vor kurzem gar nicht wirklich, was aber einfach daher rührt, dass ich Hefekuchen wirklich bisher immer gemieden habe und nie auf die Idee gekommen wäre so einen zu bestellen. Neulich hatte meine Mutter aber mal welchen zum Kaffee da und der war so lecker, dass ich ihn doch direkt mal selbst machen musste…

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Den Hefeteig zubereiten wie hier beschrieben.
  2. Nun rollt ihr den Teig mit etwas Mehl auf die Größe Eures Bleches aus und legt ihn darauf (Backpapier nicht vergessen)
  3. Für 30 Minuten an einem warmen Ort etwas ruhen lassen.
  4. Den Backofen auf 180°C Ober- Unterhitze vorheizen.
  5. mit den Fingern in gleichmäßigen Abständen kleine Kuhlen in den Teig „stechen“ und in jede Kuhle ein Butterflöckchen geben.
  6. Jetzt streut ihr zuerst die Mandeln und dann den Zucker gleichmäßig auf den Teig.
  7. Für ca. 25 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

Sucht ihr noch mehr Ideen für süßen Hefeteig? 

Wie wäre es mit Zimtschnecken, Blaubeerschnecken mit Frischkäse, Apfelschnecken (Quasi eine ganze Schneckenparade…), Schokoladenbabka oder Apfelkuchen mit Zwillingsteig?

Hefeteig Grundrezept [Wie macht man eigentlich]

Soll ich Euch mal was erzählen? Eigentlich mochte ich Hefeteig nie. Ehrlich. Auch heute haben der Hefeteig und ich ein sehr ambivalentes Verhältnis.
Im Grunde lässt es sich recht leicht zusammenfassen: Ich liebe es ihn herzustellen, ihn zu kneten und zu formen, seine weiche Konsistenz zu fühlen. Ich liebe den Duft von aufgehendem Hefeteig ebenso wie von frisch gebackenem – Aber, und das ist das aber, er schmeckte mir tatsächlich bisher nur manchmal. Ich mag es bis heute nicht, wenn ein Kuchen einen dicken trocknen Hefeteig hat und nur wenig Belag. Oder einen klassischen Gugelhupf – dem kann ich einfach nichts abgewinnen.
Anders schaut es da schon aus wenn der Hefeteig gefüllt ist (wie beim Babka, oder bei Zimtschnecken) oder lecker belegt. Dann mag auch ich ihn gerne, wobei ich auch da gerne noch einen Klecks Sahne dazu nehme.

Früher dachte ich immer, Hefeteig wäre ein Hexenwerk – ist es aber gar nicht! Ja der Hefeteig ist manchmal eine kleine Diva und möchte gut behandelt werden, aber dafür belohnt er einen mit einem wundervollen Duft und einem samtigen Glanz…

Und deswegen habe ich jetzt für Euch mal „mein“ Rezept für einen Basis-Hefeteig aufgeschrieben. So mache ich ihn meistens für alle süßen Gebäcke – ein klein wenig Abwandlung geht natürlich immer…

Zutaten:

  • 500g Weizenmehl 550
  • 200ml Milch
  • 15-20g frische Hefe (Je weniger Hefe desto länger die Gehzeit)
  • 70g Zucker
  • 80g Butter, weich
  • 1 Ei
  • Abrieb von einer Bio-Zitrone
  • eine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Als erstes wärmt ihr die Milch etwas an, sie soll wirklich nur lauwarm sein und keinesfalls heiß. Jetzt gebt ihr einen TL Zucker zur Milch und bröselt die Hefe hinein. Alles gut umrühren damit sich die Hefe auflöst und an einem warmen Ort etwa 30 Minuten stehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit könnt Ihr schon alle anderen Zutaten abwiegen und in Eure Rührschüssel geben.
  3. Als letztes die Hefemilch dazugeben.
  4. Nun muss der Teig geknetet werden. Das geht entweder mit der Küchenmaschine (Knethaken, kleinste Stufe), mit dem Handrührgerät (ebenfalls Knethaken) oder ganz einfach mit den Händen. Wichtig ist, dass am Schluss alles zu einem glatte Teig verarbeitet wurde, der seidig glänzt.
  5. Den Teig lasst Ihr nun einfach in der Schüssel und deckt diese mit etwas Frischhaltefolie ab.
  6. Jetzt darf der Teig gehen. Dazu stellt Ihr die Schüssel an einen warmen Ort ohne Zugluft. Was ganz prima funktioniert, ist wenn ihr die Schüssel in den Backofen stellt und lediglich das Licht anschaltet (in diesem Fall braucht ihr auch keine Frischhaltefolie). Wichtig: Je weniger Hefe ihr benutzt, desto länger braucht der Teig ABER je länger er geht desto aromatischer und besser wird er. Gut Ding will Weile haben und so…
  7. Jetzt wartet Ihr bis sich der Teig im Volumen verdoppelt hat.
  8. Den Teig anschließend herausnehmen und mit etwas Mehl noch einmal verkneten. Er ist jetzt schön weich und geschmeidig. Den Teig zu einer Kugel formen und Voilá fertig ist Euer Hefeteig. Jetzt ist er bereit für die Weiterverarbeitung…

… und deswegen zeige ich Euch morgen wie ihr einen super einfachen und total leckeren Blechkuchen damit machen könnt!

   

 

Kürbiskernpesto mit Basilikum

Kennt Ihr das auch? Abends keine große Lust zum kochen, und auch nicht wirklich was im Haus? In solchen Fällen gibt es bei uns ganz oft Nudeln mit Pesto, denn für Pesto habe ich meist immer was da und Nudeln lagern hier ja ohnehin so viele, dass man sich locker zwei Wochen davon ernähren könnte…

Zusammen mit einigen anderen Bloggern starten wir in diesem Jahr „Das ultimative Pestoding“ und wollen Euch jeden Monat mit neuen Pestorezepten versorgen!

Im Februar gibt es für Euch:

Walnuss-Ricotta-Pesto bei Jankes Soulfood
Zupfbrot mit Walnuss-Petersilien-Pesto bei Sweet Pie
Rote Beete Pesto auf Ofen Radicchio bei Lecker macht Laune
Pesto Modenese bei Gaumenpoesie
Grilled Cheese- Sandwich mit Steinpilzpesto beim kleinen Kuriositätenladen 

Zutaten:

  • 50g Kürbiskerne
  • Ein kleiner Bund Basilikum
  • 60 ml Olivenöl
  • Eine Zehe confierter Knoblauch
  • Ein Stück Parmesan
  • Salz, Pfeffer
  • 1/4 TL Piment d’Espelette
  • etwas Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten außer dem Zitronensaft in einen Multizerkleinerer geben (oder in ein hohes Gefäß für den Stabmixer) und kleinhäckseln.
  2. Mit Zitronensaft abschmecken und ggf. noch etwas Olivenöl nachgießen.

Apfelkuchen mit Zwillingsteig [Wie macht man eigentlich]

Zwillingsteig? Was ist denn das jetzt schon wieder?

Ja, genau so habe ich auch geguckt, als ich vor einigen Wochen in einer Facebook-Gruppe eine Diskussion zu diesem Thema verfolgt habe. Statt mich als „unwissend“ zu outen habe ich also schnell die Suchmaschine angeworfen und schnell die Erklärung bekommen: Ein Zwillingsteig ist einfach eine Verbindung von zwei verschiedenen Teigarten, hier Hefe- und Mürbeteig. Aha. Rätsel gelöst. Um zu verstehen, was das Besondere daran ist, musste ich es natürlich erst selbst nachbacken. Bei Janina vom kleinen Kulinarium wurde ich auch schnell fündig, zufällig hatte sie auch einen Apfelkuchen damit gemacht. Ich habe ihr Rezept halbiert (für mein kleines Blech – sehr praktisch übrigens) und nur minimal abgeändert.

Hefeteig und Mürbeteig. Zwei Teige die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während der eine es gerne warm und kuschelig hat und gerne lange geknetet wird, mag der andere es lieber kühl und mit möglichst wenig Berührung. Wie bringt man diese beiden jetzt also zusammen? Ganz einfach: beide werden getrennt zubereitet und im letzten Schritt miteinander verknetet.

Zutaten für ein halbes Blech:

Hefeteig:

  • 175 g Mehl Weizen 550
  • 75 ml Milch
  • 5 g Hefe
  • 25 g Zucker
  • 25 g weiche Butter
  • Ein Ei Größe M
  • Abrieb einer halben Bio-Zitrone

Mürbeteig:

  • 125 g Mehl Weizen 550
  • 70 g Butter
  • 30 g Zucker
  • 1 Ei

Belag:

  • 1 Kg säuerliche Äpfel
  • Saft einer halben Zitrone
  • 120 g Mehl
  • 60 g Butter, kalt
  • 60 g Zucker

Zubereitung:

  1. Zunächst den Hefeteig: Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und einen halben Löffel Zucker zugeben. Für 20 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen.
  2. Die restlichen Zutaten für den Hefeteig in eine Schüssel geben. Die Hefemilch zufügen und alles auf niedrigster Stufe der Küchenmaschine (oder mit der Hand) verkneten bis ein samtiger, weicher Teig entsteht. Die Schüssel abdecken und an einem warmen Ort für ca. 2-3 Stunden gehen lassen. Besonders gut geht dies im Ofen bei eingeschaltetem Licht.
  3. Für den Mürbeteig alle Zutaten miteinander verkneten, in Folie wickeln und in den Kühlschrank legen.
  4. Jetzt wird der Teig verbunden: Den Mürbeteig in Stücke zupfen und zum Hefeteig in die Schüssel geben. Beide Teige kurz miteinander verkneten, es sollte noch eine Marmorierung zu erkennen sein.
  5. Das Blech mit Backpapier auslegen, den Teig ausrollen und aufs Blech legen. Etwas ruhen lassen und währenddessen die Äpfel schälen und das Gehäuse entfernen.
  6. Den Backofen auf 180° Ober-Unterhitze vorheizen.
  7. Die Äpfel in Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit etwas Zitronensaft vermengen.
  8. Nun die Äpfel in Reihen auf dem Teig verteilen.
  9. Aus den Zutaten für die Streusel eine krümmelige Masse herstellen und auf dem Kuchen verteilen.
  10. Bei 180° für ca. 40-45 Minuten backen.

 

Feldsalat mit gebratenen Knödeln

Erinnert Ihr Euch noch an die Semmelknödel mit Schwammerlsauce von neulich? Die waren so unfassbar köstlich, aber auch unheimlich sättigend… ergo: es bleiben IMMER Knödel übrig. Dieses Mal waren es ja Serviettenknödel und es blieb tatsächlich eine ganze Rolle über. Wusstet Ihr eigentlich schon, dass gebratene Knödelscheiben MINDESTENS genauso lecker sind, wie der Knödel selbst? Ich sag Euch, so ein Scheibchen Knödel in etwas Butter angebraten… mmmhhhhh… ich könnte grad schon wieder 😛

Da man ja nicht immer nur hemmungslos schlemmen kann, gab es die leckeren Knödelscheiben am nächsten Tag zu einem leichten Feldsalat mit Birnen. Den Speck hatte ich zufällig auch noch also gabs den dazu, nomnom.

Zutaten:

  • Semmelknödel vom Vortag
  • Butter
  • Feldsalat
  • Eine kleine Zwiebel
  • Eine Birne
  • Speck, wer mag

Für das Dressing:

  • 4 EL Olivenöl
  • 4 EL Orangensaft
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 TL Honig
  • 1 TL grobkörniger Senf
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Den Feldsalat wie gewohnt putzen und trocken schleudern
  2. Die Birne schälen und klein schneiden, die Zwiebel fein würfeln. Wer Speck mag, brät diesen knusprig an.
  3. Aus den angegebenen Zutaten das Dressing anrühren.
  4. Die Knödel in Scheiben schneiden und in etwas Butter auf mittlerer Flamme leicht anrösten.
  5. Den Salat mit Zwiebeln, Birne und Dressing gut vermengen. Den knusprigen Speck und die angebratenen Knödelscheiben darauf anrichten und das war es schon 🙂